Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich möchte jeden einzelnen von euch mit dem Frieden und der Freude Jesu Christi grüßen, dem größten Heiler und Erlöser der Menschheit und der ganzen Schöpfung. Covid 19, die Pandemie, die die ganze Welt umschlingt, legt der Menschheit weiterhin großes Leid auf durch die zunehmende Zahl der Infektionen und der großen Anzahl von Toten. Mit dieser noch nie dagewesenen globalen Krise sind viel Angst, Furcht, Unsicherheit und Hilflosigkeit verbunden. Wissenschaftler, medizinische Experten und die politischen Führer der Welt arbeiten unermüdlich daran, diese immer schlimmer werdende Pandemie zu beenden. Als gewöhnliche Bürger können wir nur hoffen und beten, dass die vereinten Anstrengungen der medizinisch und politisch Verantwortlichen auf weltweitem Niveau bald ein wirksames Heilmittel finden, um diese Pandemie so bald wie möglich zu stoppen.

Die Welt kämpft gegen einen unsichtbaren Feind. Es ist ganz bestimmt eine Gelegenheit und eine Herausforderung für die ganze Menschheit, eine Weile innezuhalten und die Aufmerksamkeit stärker als je zuvor auf die eine unsichtbare höchste Realität, den allmächtigen Gott, den Schöpfer des Universums, zu lenken, dessen Wille es ist, dass die ganze Schöpfung mit dem gebotenen Respekt und der andauernden Sorge erhalten und beschützt wird, die sie verdient. Wir, die Menschen, haben einen einmaligen Platz im Universum als die Krone der Schöpfung mit dem speziellen Auftrag, uns um ihre Ganzheit und Integrität zu kümmern, sie zu hegen und aufrecht zu erhalten. Skrupellose und fahrlässige Ausbeutung der Natur durch Menschen für selbstsüchtige Zwecke haben der Mutter Erde tiefe Wunden zugefügt. Verantwortungslose Profitsucht führt zu Umweltzerstörung und zur Anhäufung von Reichtum und Macht in den Händen einiger Weniger auf Kosten der Armen und Bedürftigen. Eine blutende Schöpfung stöhnt nach ihrer ursprünglichen Schönheit und Ganzheit, so wie sie der Schöpfer gedacht hat. Es ist die unbedingte Aufgabe der Stunde, dass die Menschheit und die ganze Schöpfung ihre totale Abhängigkeit von ihrem Schöpfer anerkennen. Der unsichtbare Gott wird sichtbar durch seine Schöpfung. Die gegenwärtige Krise ruft deshalb auch nach einer Erneuerung unseres Glaubens an den transzendenten Gott, der den gesamten Kosmos und dessen Schicksal beherrscht.

Wir, die Christen, glauben, dass Gott ein liebender Vater ist, der seinen einzigen Sohn Jesus Christus mit einer Mission zur Erlösung, Befreiung und Ganzwerdung des geschaffenen Universums gesandt hat. Als gute Verwalter der Ressourcen der Welt ist es unsere vorrangige Verantwortung, uns der dringenden Arbeit für die Erhaltung eines soliden ökologischen Gleichgewichts nicht zu entziehen und alles, was die Natur und die Umwelt zerstört, zu bekämpfen. Covid 19 fordert uns mehr denn je heraus, uns den Werten des Evangeliums wieder zuzuwenden, die Jesus für die Erlösung und Befreiung der Menschheit gepredigt und gelehrt hat.

Wie Covid 19 Indien getroffen hat

Indien hat mit seinen 1,3 Billionen Menschen Covid 19 mit allen nötigen Vorsichtsmaßnahmen bekämpft. 70 Tage lang wurde ein nationaler Lockdown verordnet, der den Menschen überall im Land immenses Leid verursachte. Die am schlimmsten Betroffenen sind die Ärmsten der Armen. Millionen von wandernden Tagelöhnern verloren ihre Arbeit und ihren Lebensunterhalt. 23 % der indischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Weitere 20 % entfallen auf die sog. niedrige Mittelklasse, die gerade so über der Armutsgrenze lebt. Die Pandemie hat diese beiden Teile der Bevölkerung gnadenlos in extreme Armut gestürzt. Die Missionen der Fransalianer gehörten zu den ersten, die einer großen Anzahl dieser wohnungslosen und bedürftigen Menschen Trost und Unterstützung brachten. Indien sieht sich einer riesigen Herausforderung gegenüber, den steigenden Infektionszahlen und Todesfällen der letzten Wochen Einhalt zu gebieten.

Trotz der Pandemie helfen unsere Missionen in Indien, im Tschad sowie in Kamerun weiterhin den Menschen in jeder nur möglichen Weise.

Schülerpatenschaften

Über 600 Kinder in Indien und 150 Kinder in Tschad-Kamerun werden durch die Bemühungen von Agape Afrika in Deutschland und Vikasjyothi in Indien unterstützt. Ich würde sehr gerne einen dringenden Aufruf an alle Freunde und Wohltäter richten, dieses Projekt weiteren Freunden und Wohltätern zu empfehlen und sie in die Liste der Spender aufzunehmen, die unser Programm der Schülerpatenschaften unterstützen, so dass wir noch mehr Kinder erreichen können, die eine Förderung verdienen, und ihnen helfen, eine ordentliche Ausbildung zu bekommen. Eine Hauptsorge unserer Missionen ist nach wie vor, den weit abseits liegenden Dörfern im Tschad sauberes und sicheres Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Mit eurer Hilfe und Mitarbeit hoffen wir, dieses Projekt ohne Unterbrechung weiterführen zu können. Ich wünsche euch allen gute Gesundheit, viel Freude und Frieden in diesen schwierigen Zeiten. Passt auf euch auf, bleibt bewahrt. Gott segne euch.

Herzliche Grüße
P. Thomas Cherukat, MSFS

 

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Mitbrüder und Freunde der Fransalianer,

brüderliche liebe Grüße und gute Wünsche von den Missionaren des hl. Franz von Sales, die im Tschad und in Kamerun arbeiten. Die Pandemie Covid 19 hat großes Leiden und immense Sorgen über die ganze Welt gebracht. Lockdowns und Ausgangssperren sind an der Tagesordnung. Aber jede Krise eröffnet neue Möglichkeiten. Die Pandemie bietet uns die Möglichkeit an, die kontemplative Dimension unseres christlichen Glaubens und seiner Spiritualität wieder zu gewinnen.

Viele Länder unterhalb der Sahara einschließlich Tschad und Kamerun sind schlecht vorbereitet, den verheerenden Auswirkungen von Covid 19 entgegenzutreten. Das zerbrechliche Gesundheitssystem und die bodenlose Armut in den meisten Ländern machen es umso schwieriger, den Infizierten schnelle Erleichterung zu verschaffen und das Virus daran zu hindern, sich weiter auszubreiten. Kamerun ist nun das Covid-19-Epizentrum im westlichen Zentralafrika. Trotz der frühen Maßnahmen, die der Staat angeordnet hat, um kritische Fälle zu isolieren, ist nun das Virus in der Gesellschaft angekommen.

Viele Werke der Entwicklung und der Gesundheitsvorsorge in unseren Missionen haben stark unter der unaufhörlichen Bedrohung durch die Pandemie gelitten. Der Tschad und Kamerun haben kürzlich unter einigen der schlimmsten humanitären Krisen auf Grund der Separatisten-Bewegung in den englischsprachigen Regionen von Westkamerun und den konstanten Bedrohungen durch die Terrorgruppe Boko Haram im Tschad gelitten. Unglücklicherweise bekommen diese Vorkommnisse nicht genügend internationale Beachtung. Die Covid 19 Pandemie ist nun eine weitere Herausforderung, der sich diese Länder gegenüber sehen. Sie warten sehnlich auf Hilfe der internationalen Gesellschaft. Bis jetzt – Gott sei Dank - sind alle Fransalianer virusfrei. Um uns herum gibt es viele positive Covid 19 Erkrankungen. Unsere Missionare versuchen ihr Bestes, den Betroffenen Erleichterung zu verschaffen.

Ich danke jedem von euch für eure Liebe und eure Besorgnis gegenüber den Menschen in diesen Ländern. Mit eurer Hilfe und Unterstützung können wir etwas Trost und Erleichterung den Tausenden verschaffen, die unserer Sorge in den Missionen anvertraut sind. Ich wünsche und bete, dass ihr alle gesund bleibt und die Kraft findet, diese noch nie dagewesene Krise mit einem tiefen Glauben und mit Gleichmut zu bestehen. Möge Gott euch segnen.

Herzliche Grüße
P. Manoj Arackal, MSFS

 

Unsere Schulen im Tschad und in Kamerun

Die Republik Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land ist auch mit politischer Instabilität konfrontiert, die auf die dauernde Bedrohung von Terroristengruppen von außerhalb wie auch auf die häufigen Streiks und die Proteste im Inland zurückzuführen ist. Bildung ist eines der obersten Ziele unserer Fransalianer-Missionen im Tschad. Auf Grund der Covid 19 Epidemie sind alle unsere Schulen bis Oktober 2020 geschlossen. Wir haben jetzt vier Schulen und zwei Internate im Tschad. Eine weitere Schule führen wir in Ngaoundéré in Nordkamerun.

1. Die Franz-von-Sales-Grundschule in Bero

Die SFS-Grundschule von Bero ist ein Leuchtturm der Hoffnung für Hunderte von Kindern, die jeden Tag viele Meilen laufen, um zur Schule zu kommen. Um den sehr armen Kindern von den entlegensten Dörfern eine Chance zu geben, haben wir dieser Schule ein Internat mit 45 Plätzen angefügt. Mit 284 für das Schuljahr 2019/20 angemeldeten Schülern pulsiert die Schule mit Leben und Aktivitäten. Diese kleine Schule ist wahrlich ein großer Segen für die ganze Region, indem sie hilft, das Leben und das Schicksal vieler Kinder zu formen.

2. Der Franz-von-Sales-Schulkomplex in Gaki

Dieses Projekt in Gaki in den Außenbezirken von Doba wurde am 15. Januar 2018 eröffnet. Der hauptsächliche Grund, diesen Schulkomplex zu schaffen, war der Wunsch, qualitätvolle Bildung mit integrierter menschlicher Formung aufgrund von christlichen Werten anzubieten. Im laufenden Schuljahr von 2019/2020 sind dort 156 Jungen und Mädchen eingeschrieben. 25 von ihnen wohnen im Internat, das der Schule angeschlossen ist. Wir planen, jedes Jahr um eine Klassenstufe aufzustocken. Das gilt für die Grundschule wie für die Mittelstufe. Dieses Bildungswerk geht einer strahlenden Zukunft entgegen. Wir sind all jenen dankbar, die uns geistig und finanziell unterstützen, um dieses Projekt vollenden zu können.

3. Die Daniel-Comboni-Grundschule in Doba

Diese Schule wurde von den Comboni-Missionaren gegründet und uns vor einigen Jahren anvertraut. 355 Schüler besuchen die Schule. Sie werden von neuen Lehrkräften unterrichtet. Hunderte Schüler aus Doba und Umgebung haben in dieser Schule ihre Grundausbildung erhalten.

4. Die Daniel-Comboni-Oberschule in Doba

Diese Schule ist auch eine Gründung der Comboni-Missionare. Die Fransalianer haben der Grundschule eine Oberschule angefügt. Ausreichende Infrastruktur wurde vor kurzem gebaut. Die Schule unterrichtet 439 Schüler. Sie liegt an einem zentralen Platz in Doba und betreut viele Kinder aus Migrantenfamilien.

 5. Die Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun

Diese Schule besteht nun im fünften Jahr. Sie umfasst zwei Gebäude. Der Kindergarten ist in einem der Gebäude untergebracht. Er besteht aus zwei Klassenzimmern, einem Lagerraum und einem Büro. Zwei Lehrer und eine Aushilfskraft arbeiten dort. Die Schule braucht dringend einen Spielplatz mit einem Standard-Sicherheitszaun und einem Security-Mann. Wir freuen uns auf eure Hilfe und Unterstützung, um diese Arbeiten vollenden zu können.

Die Grundschule hat ein geräumiges Gebäude mit 12 Klassenzimmern, Büroräumen und einem Lehrerzimmer. Im laufenden Schuljahr lernen dort 286 Kinder. Diese Schule, die auf einem herrlichen Grundstück auf einem schönen Hügel über der Stadt liegt, hat alles Potential, die beste Bildungseinrichtung in der gesamten Region von Nordkamerun zu werden. Mit der Hilfe und der Ermutigung durch unsere Freunde und Wohltäter hoffen wir, dieser Einrichtung bald zu ihrer vollen Größe zu verhelfen.

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

Weihnachten ist im Wesentlichen ein Fest der Liebe, des Friedens und der Freude. Es ist die Feier der Liebe Gottes zur ganzen Menschheit und zur ganzen Schöpfung. Die Geburt von Jesus Christus als dem fleischgewordenen Sohn Gottes hat uns die Gute Nachricht gebracht, dass Gott sich um uns kümmert. Als Gotteskinder sind wir alle dazu bestimmt, die Freude zu erfahren, von Gott und den Mitmenschen geliebt zu werden. Die Feier von Weihnachten stellt die Liebesbeziehung Gottes zu uns und miteinander ins helle Licht. Da wir gerade im Advent sind und uns auf das große Fest der Christgeburt vorbereiten, haben wir eine Gelegenheit, unser Leben zu erneuern und uns wieder dem Frieden und der Harmonie in der Welt zu verpflichten.

Millionen von Menschen in verschiedenen Teilen der Welt leiden immer noch an Hunger und Armut aufgrund der ungerechten Verteilung des Wohlstands und der Chancen. Die Armen sind dazu verurteilt, ein Leben lang Mangel zu leiden wegen häufiger Kriegsausbrüche und wegen der Konflikte, die zu Massenauswanderung und Verlust von Heimat führen.

Die Botschaft des hilflosen Kindes, das in die Krippe von Betlehem gelegt wurde, fordert uns alle heraus, unsere Komfort-Zonen zu verlassen und uns denen zuzuwenden, die Mangel, Ausbeutung und Unterdrückung erleiden. Macht dieses Weihnachten und das neue Jahr zu einem neuen Anfang für uns alle, mit dem feierlichen Entschluss, die Ärmsten der Armen zu erreichen, indem wir unsere Zeit und unsere Ressourcen mit ihnen teilen. Jedem von euch wünsche ich frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Für eure regelmäßige Unterstützung und Ermutigung unserer Arbeit unter den Armen in Indien und Afrika bin ich euch sehr dankbar. Unsere Mission im Tschad und in Kamerun ist ein leuchtendes Beispiel für Gottes Vorsehung denen gegenüber, die auf der Seite der Armen stehen. Die Mission ist in den vergangenen Jahren schnell gewachsen und steht nun in voller Blüte. Sie verspricht Tausenden von Menschen, die aus extremer Armut befreit werden und das Analphabetentum überwinden, eine gute Zukunft. Ich bin durch unser Projektbüro in Vikasjyothi in Mysore ständig in Kontakt mit unserer Mission im Tschad und in Kamerun. Das Projekt „Schülerpatenschaft“ ist gerade jetzt das Hauptanliegen. Mehr als 50 neue Sponsoren wurden in diesem Jahre gefunden. Im Ganzen sind es 650 Kinder, denen geholfen wird. Viele sind auf der Warteliste. In Indien können wir einer großen Anzahl von Frauen und Kindern vom Rand der Gesellschaft durch unsere Bildungs- und sozialen Angebote weiterhelfen. Eine Reihe von neuen Projekten ist angelaufen im Hinblick auf die Befähigung von Landfrauen. Deswegen bitte ich euch, diese Projekte zu unterstützen, indem ihr neue Spender findet, so dass wir noch viel mehr Kindern und Frauen unter die Arme greifen können. Sie haben es verdient.

Herzliche Grüße
P. Thomas Cherukat MSFS

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Freunde und Wohltäter,

Grüße des Friedens und der Freude von den Missionaren des hl. Franz von Sales im Tschad und in Kamerun an jeden von euch. Wir alle wünschen euch fröhliche Weihnachten und ein gnadenreiches, frohes neues Jahr. Mit den Worten von Papst Franziskus ausgedrückt: „Wir begleiten Jesus und folgen ihm nach, weil wir wissen, dass er uns begleitet und uns auf seinen Schultern trägt. Das ist unsere Freude, das ist unsere Hoffnung, die wir in unsere Welt bringen müssen.“ Möge dieses Weihnachtsfest für uns ein Anlass sein, unsere Freude und unsere Hoffnung zu teilen, besonders mit der notleidenden Menschheit.

Das Jahr 2019 war ein Jahr großen Segens für unsere Mission im Tschad und in Kamerun. Wir konnten die Erweiterung unserer Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun erfolgreich beenden. Der Bau des Jungen-Internats in Doba ist nahezu vollendet. Die pastoralen und Entwicklungsaktivitäten in allen unseren acht Missionen machen gute Fortschritte. Wir haben eine beachtliche Anzahl von Seminaristen in unseren beiden Häusern, dem Priesterseminar in Ngoya und in Ngaoundéré. Es gibt Hoffnung für die Zukunft dieser stetig wachsenden Mission.

Unsere Mission in Buea im englischsprachigen Teil von Südwestkamerun hat wegen der fortgesetzten politischen Unruhen in diesem Gebiet harte Zeiten durchmachen müssen. Mehr als 3000 Menschen haben in diesem wütenden Bürgerkrieg ihr Leben verloren. Über eine halbe Million Menschen haben ihre Heimat verlassen müssen. Mehr als eine Million Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Unsere Mitbrüder und die Leute in Buea leben in ständiger Angst und Bedrohung. Wir hoffen und beten, dass bald Friede und Harmonie in dieser vom Krieg heimgesuchten Region einkehren.

Meinen aufrichtigen Dank für eure zuverlässige Hilfe und treue Unterstützung für diese entlegene Region. Wir danken für eure Gebete, eure Freundschaft und eure finanzielle Unterstützung. Wir beten für euch und eure Anliegen. Möge der gute Gott euch und alle eure Anliegen segnen.

Herzliche Grüße
P. Manoj Arackal MSFS

Die laufenden Projekte im Tschad und in Kamerun

Bildung

Bildung ist das Hauptanliegen aller unserer Missionen. Analphabetentum und Unwissenheit sind die beiden größten Hindernisse für die Entwicklung, besonders im Tschad und in Nordkamerun. Daher führen wir fünf Schulen in diesen Regionen. Die SFS-Schule in Ngaoundéré und die SFS-Schule in Doba sind die beiden gerade laufenden Projekte, für die wir weitere finanzielle Unterstützung nötig haben. Zurzeit besuchen 352 Kinder die Schule in Ngaoundéré. In diesem Jahr konnten wir dem bestehenden Gebäude sieben neue Klassenräume hinzufügen. Die neu errichtete Schule in Doba ist nun auch mit einem Kindergarten und einer Grundschule ausgestattet. Dort gehen 156 Kinder zur Schule. Wir wenden uns an eure Großzügigkeit, um dieses wichtige Projekt weiter schultern zu können.

Die meisten der Kinder in den weit außerhalb liegenden Dörfern können keine Schule besuchen, weil es keine Straßen und keine Beförderungsmöglichkeiten gibt. Wir haben deswegen zwei Jungen-Internate eröffnet, um diesen Kindern die Möglichkeit zu geben, den Unterricht zu besuchen. Über 70 Kinder aus den vielen wirtschaftlich schlecht gestellten Familien bekommen Mahlzeiten und Unterkunft in unseren Jungen-Internaten im Tschad, nämlich in Bero und in Doba. Die Mission hilft auch einer großen Anzahl von Mädchen durch Stipendien für ihre Bildung.

Das Projekt „Fördere ein Kind“ (Schülerpatenschaft), das von Agape vor ein paar Jahren eingeführt wurde, hilft zurzeit über 150 Kindern im Tschad und in Kamerun. Darüber hinaus profitieren Kinder in anderen Teilen Afrikas und Indiens davon. Im Moment versorgt das Projekt über 650 Kinder in unseren Missionen in Afrika und Indien. Wir sind auf eure beständige Unterstützung und Hilfe angewiesen.

Trinkwasser

Akuter Mangel an sauberem und sicherem Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen in allen unseren Missionen. Krankheiten wie Typhus, Malaria und Cholera wüten in der Gegend. Deswegen war es ein eminent wichtiges Anliegen in allen Missionen, den Zugang zu sauberem Trinkwasser in den Dörfern zu erleichtern. Im Tschad konnten wir die Menschen mit einer Anzahl offener Brunnen versorgen, die in einer Tiefe von 35 bis 40 Metern sauberes und sicheres Wasser führen.
Diese Brunnen sind von einer Schutzmauer umgeben und mit einem Netz abgesichert und verfügen über Handpumpen. Ein Großteil der Dorfbevölkerung hat nun leichteren Zugang zu sauberem Wasser, und ein bemerkenswerter Rückgang an Krankheiten und Kindersterblichkeit ist in diesen Dörfern zu beobachten. Ein offener Brunnen im Tschad kostet nur etwa 500 Euro. In den vergangenen Monaten konnten wir auch zwei solcher Brunnen in den Dörfern Missimadji und Sindalolo (bei Bero) bauen. Wir danken unseren guten Wohltätern, die uns bei diesen Projekten so tatkräftig unterstützen.
In Nordkamerun sind offene Brunnen nicht möglich. Wir müssen Brunnenlöcher bohren, was ungefähr 4.000 Euro kostet. Bis jetzt konnten wir über 22 Brunnen im Tschad und in Nordkamerun realisieren, von denen Hunderte von Menschen profitieren. Mit weiterer Hilfe von euch hoffen wir, das Projekt auf viele weitere Dörfer ausdehnen zu können.

Ein Projekt zur Stärkung (Befähigung) von Landfrauen in Indien

Die neu gegründete Kleiderfabrik in Karehalli in den Außenbezirken der Mega-Stadt Bangalore ist ein Projekt, das darauf abzielt, Arbeitsplätze für indische Landfrauen zu schaffen. In den letzten Jahren ist die Landwirtschaft in Indien durch eine tiefe Krise gegangen, die viele Bauern soweit zur Verzweiflung brachte, dass die Selbstmordrate unter ihnen erschreckend hoch ist. Eine Reihe von Dörfern um Karehalli in der Nähe von Bangalore wurde für dieses Projekt der Ermutigung zur Selbsthilfe ausgewählt. Die meisten der 1278 Haushalte leben unter der Armutsgrenze. Am schlimmsten leiden die Frauen in diesen Dörfern aufgrund von Analphabetentum, Arbeitslosigkeit und der andauernden landwirtschaftlichen Krise. Mehr als 50 Frauen haben inzwischen eine erste Trainingsphase absolviert. Sie sind bereits angestellt, und die Produktion von Schuluniformen ist angelaufen. Gleichzeitig geht das Training für neue Gruppen von Frauen sowie das Nähen von Kleidern weiter. Während der Ausbildung erhalten die Frauen eine Beihilfe und eine bescheidene Bezahlung, bis sie dazu in der Lage sind, ihr eigenes Geld zu verdienen. Das Projekt wird von den Menschen in dieser Region hochgeschätzt. Wir brauchen noch finanzielle Unterstützung, um den Auszubildenden ein bescheidenes Stipendium wenigstens für das erste Jahr anzubieten. Euer Beitrag zu diesem noblen Projekt ist hoch willkommen.

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

herzliche Grüße und gute Wünsche aus Mysore! Am 30. Juli 2019 darf ich meinen 70. Geburtstag feiern. Ich danke dem allmächtigen Gott für das Geschenk des Lebens, das er mir gegeben hat, und die große Gnade, die er über mich während dieser 70 Jahre, davon 44 Jahre als Priester, ausgegossen hat. Ich wünsche und bete, dass Jesus, der mich all diese Jahre zum Priester und Missionar berufen hat, mir weiterhin helfen wird, für die Armen und Bedürftigen zu arbeiten, so dass „sie das Leben haben, und es in Fülle haben“ (Joh 10.10). Aus diesem Anlass möchte ich meine tiefen Gefühle der Freude und Dankbarkeit euch allen gegenüber zum Ausdruck bringen für eure fortdauernde Freundschaft, Zuneigung und Unterstützung mir und meiner Arbeit in der Mission gegenüber.

Im Jahr 2005 ist der Freundeskreis der Fransalianer in Mömbris/Kahlgrund gegründet worden. Heute hat der Freundeskreis 40 eingeschriebene Mitglieder, die mir immer sehr nahe standen und mich aktiv in der Suche nach Geldmitteln unterstützten, besonders im Tschad und in Kamerun. Ich bin jedem von euch sehr zu Dank verpflichtet. Neben den 40 eingeschriebenen Mitgliedern haben wir 200 Wohltäter, die regelmäßig unsere verschiedenen Projekte in den Missionen unterstützen. Ich bin wirklich jedem von euch dankbar wegen eurer Liebe und eurer Betroffenheit den Armen in unseren Missionen in Afrika und Indien gegenüber.

Ich hoffe, vom 1. Juli bis Ende August 2019 in Europa sein zu können, hauptsächlich, um eine Pfarrvertretung in Südtirol zu machen. Ich freue mich schon darauf, während meines Aufenthaltes in Deutschland, Österreich und Italien wenigstens einige von euch persönlich zu treffen.

 

Unsere Prioritäten im Tschad und in Kamerun

 

Bildung

Die laufenden Bildungsprojekte im Tschad und in Kamerun sind wirklich ein großer Segen für viele Menschen in diesen beiden Ländern, denen sonst jede Chance genommen wäre, eine grundlegende Bildung zu erhalten. Es war immer die oberste Maxime der Fransalianer, den Ärmsten Bildung zu bringen. Zur Zeit führen die Fransalianer fünf wichtige Schulen, vier im Tschad und eine in Kamerun. Alle diese Schulen sind kürzlich entstanden und müssen weiter entwickelt werden.
Wir haben auch zwei Jungeninternate im Tschad, eines in Doba und ein weiteres in Bero. Gerne berichte ich euch einige Details über diese Schulen.

  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun wurde im Jahr 2015 gegründet. Sie hat 268 Kinder in sieben Klassen. Wir müssen diese Schule um neun Klassenzimmer erweitern. Dringend brauchen wir einen Spielplatz und - zum Schutz der Schüler - eine Mauer um das Anwesen.
  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Doba im Tschad, die 2018 gegründet wurde, hat 72 Kinder in 2 Klassen. Im kommenden Jahr müssen wir neue Klassenzimmer bauen. Eine Mauer um das Anwesen muss auch hier unbedingt sein.
  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Bero, die 2004 gegründet wurde, hat 246 Kinder in sieben Klassen. Um dieses Anwesen muss ebenfalls eine Mauer gebaut werden.
  • Die St.-Daniel-Mittelschule in Doba im Tschad, die 2004 gegründet wurde, hat 358 Kinder in acht Klassen.
  • Die St.-Daniel-Oberschule in Doba im Tschad, die 2014 gegründet wurde, hat 615 Kinder in 17 Klassen. Der Bau eines Verwaltungstraktes ist unverzichtbar.
  • Das St.-Franz-von-Sales-Internat in Bero wurde 2008 gegründet. 43 Jungen wohnen dort. Hier wird jetzt ein separates Gebäude mit einem Studiersaal sowie einer Spiel- und Sporthalle errichtet.
  • Das St.-Franz-von-Sales-Internat in Doba, das 2018 gegründet wurde, hat 23 Schüler. Die laufenden Bauarbeiten müssen weitergeführt werden.

Über 1500 Kinder, darunter ungefähr 700 Mädchen, erhalten eine solide Bildung in den obengenannten Schulen. Die Anzahl der Kinder wird noch ansteigen, wenn wir die nötige Infrastruktur erreicht haben. Zur Zeit sind 45 Lehrer in diesen Schulen beschäftigt.

 

Trinkwasser

Dank der Großzügigkeit von Wohltätern in Deutschland hatten die Dörfer Missimaji und Sindalolo in der Bero-Mission das Glück, durch die zwei kürzlich gebohrten Brunnen eine regelmäßige Versorgung mit sauberem und sicherem Trinkwasser zu bekommen. Die Menschen sind den Wohltätern, die das ermöglicht haben, wirklich sehr dankbar. Das Projekt wird im Tschad und in Nordkamerun weiter geführt. Während der letzten Jahre konnten wir mehr als 20 Brunnen in den weit entfernten Dörfern in Bero und Doba bauen. Wir freuen uns darauf, dass Freunde und Wohltäter uns auch weiterhin helfen werden, dieses Projekt ohne Unterbrechung fortführen zu können. Allen Gebern aufrichtigen Dank!

 

Patenschaften

Das laufende Programm der Patenschaften ist ein Segen für eine große Anzahl von armen Kindern im Tschad und in Kamerun. Dieses Programm wurde 2014 unter Amisales in Rom gegründet. Nach meiner Rückkehr nach Indien läuft dieses Programm unter Vikasjyothi in Mysore, das eng mit AMISALES zusammen arbeitet. Über 800 arme Kinder in Indien und Afrika werden durch Teil-Stipendien jährlich unterstützt. Allein im vergangenen Jahr hat Vikasjyothi einen bedeutenden Beitrag zur Bildung armer Kinder geleistet, die hauptsächlich aus dem Tschad und aus den indischen Staaten Karnataka, Andhra Pradesh und Jharkhand stammen. Neben den 150 Kindern, die wir in unserer Tschad-Kamerun-Mission unterstützen, konnten wir auch über 250 Kindern aus Karnataka und Kerala solche Teil-Stipendien gewähren.

Gerne halten wir Ausschau nach weiteren Freunden und Unterstützern, die uns helfen, dieses Programm auszuweiten und somit noch mehr bedürftige Kinder in Indien und Afrika zu erreichen. Wir sind allen sehr dankbar, die eine Patenschaft angenommen haben und regelmäßig ihren Beitrag dafür leisten. Jedem einzelnen und euch allen sei Dank!

 

Fluthilfe in Südindien

Dankbar bin ich all denen, die auf meinen Hilferuf reagiert haben, die Aufbauarbeiten nach der verheerenden Flut zu unterstützen, die die drei südlichen Staaten Indiens - Kerala, Karnataka und Tamil Nadu - heimgesucht hatte. Die Fransalianer in diesen drei Staaten sind aktiv eingebunden in die Hilfsprogramme und Aufbauarbeiten. In Kerala sind 20 Häuser für die Ärmsten gebaut worden, und in Karnataka wurden 14 Häuser renoviert und wieder bewohnbar gemacht. Die Hilfsaktivitäten in Tamil Nadu konnten wir finanziell unterstützen. Vikasjyothi und Amisales haben einen Zuschuss von 12.000 Euro an den Allgemeinen Hilfsfond der Fransalianer in Bangalore überwiesen. Aufrichtigen Dank allen, die dazu beigetragen haben. Gott segne euch.

 

Mit herzlichen Grüßen
Thomas Cherukat

 

Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun

Liebe Freunde,

Schalom und gute Wünsche euch allen aus der Tschad-Kamerun-Mission der Fransalianer. Ich bin sehr froh, mit euch über den Agapebrief in Verbindung zu sein. Wir, die Fransalianer in der Tschad-Kamerun-Mission, wollen unseren ehrlichen Dank und unsere Wertschätzung aussprechen für alles, was ihr für uns seid. Eure Gebete und eure finanzielle Unterstützung bestärken uns in unserer Arbeit für die armen Menschen in den entlegenen Missionen im Tschad und in Kamerun.

Ich bin sehr froh sagen zu können, dass alle unsere Projekte und Programme gut laufen trotz häufiger Attacken von Krankheiten wie Malaria und Typhus, die in dieser Region wüten. Politische und private Streitigkeiten in bestimmten Gebieten der beiden Länder sind alarmierend und ein Grund für andauernde Sorge und Angst. (zivile?)

Im Vertrauen auf Gott und dank der Unterstützung so vieler großzügiger Menschen innerhalb und außerhalb des Landes schauen wir mit großer Hoffnung und voller Optimismus in die Zukunft. Die fünf Bildungseinrichtungen, die wir in den vergangenen Jahren gegründet haben, sind eine einzige Erfolgsgeschichte. Sie sind echte Leuchttürme der Hoffnung für viele künftige Generationen. Die beiden Internate und das weitergeführte Trinkwasserprojekt im Tschad bieten die so bitter benötigte Unterstützung. Sie sind ein Hoffnungsanker für die arme Bevölkerung in diesem Land.

Unsere Mission hat einen schweren Verlust erlitten. Einer unserer Theologiestudenten ist plötzlich verstorben. Bruder Emmanuel Cyrille aus Kamerun litt an Krebs und verschied am 26. Mai 2019. Er war erst 30 Jahre alt. Im Jahr 2021 wäre er zum Priester geweiht worden. Es war ein großer Schock für die ganze Mission. Möge seine Seele in Frieden ruhen.

Wir danken euch, unseren treuen Freunden, für eure Gebete, für alle Unterstützung und Ermutigung auf unserem missionarischen Weg. Möge Gottes Geist uns mit einem starken Band der Liebe und der Zuneigung zusammenbinden. Wir freuen uns auf eure weitere Hilfsbereitschaft und versprechen, für euch und eure Lieben zu beten.

 

Mit herzlichen Grüßen
P. Manoj Xavier Arackal

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

herzliche Grüße aus Vikasjyothi, Mysore. Es ist nun schon fast sechs Monate her, dass ich meine neue Verantwortung in Indien übernommen habe. Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass es mir gut geht und dass alle Projekte und Programme, die wir in die Wege geleitet haben, erfolgreich ausgeführt werden. Ich bin sehr dankbar für eure Gebete und für die treue finanzielle Unterstützung unserer Projekte.

Die Tschad-Kamerun-Mission wurde zu einer DELEGATION erhoben

Mit großer Freude teile ich euch die gute Nachricht mit, dass die Tschad-Kamerun-Mission zu einer Delegation erhoben wurde. P. Manoj Arackal, der gegenwärtige Missionsobere, wurde zum Delegationsoberen gewählt und ernannt. Die neue Rang der Delegation wird noch vor dem Ende des Jahres in Kraft treten, wenn der Obere offiziell bestätigt und in sein Amt eingeführt wird. Wir danken dem allmächtigen Gott für seine gütige Vorsehung und Sorge für diese schwierige Mission während der vergangenen 19 Jahre.

Wir erinnern uns dankbar der zahllosen Freunde und Wohltäter, die so viel zum Wachstum der Mission beigetragen haben. Trotz vieler Belastungen, durch die wir fast täglich herausgefordert werden, ist die Mission weit über unsere Erwartungen hinaus schnell gewachsen. Gott sein Dank. Wir wünschen P. Manoj, dem neuen Delegationsoberen und allen Mitgliedern der neuen Delegation viel Erfolg in ihrer edlen Aufgabe, der bettelarmen Bevölkerung in den entlegenen Dörfern des Tschad und Kameruns Erziehung und Entwicklung zu vermitteln.

Schülerpatenschaften

Die Schülerpatenschaften sind ein laufendes Projekt, das nun von Agape und Vikasjyothi gemeinsam weitergeführt wird. Dieses Programm versucht, die armen und benachteiligten Kinder in Afrika und Indien zu erreichen, um ihnen hauptsächlich zu einer Grundschulausbildung zu verhelfen. Dieses Projekt ist nun auf viele neue Gebiete und Regionen in Afrika und Indien ausgedehnt worden. Wir versuchen, dieses Programm nun zu erweitern, indem wir begabten Kindern, besonders Mädchen, ein Stipendium verschaffen, um ihnen zu helfen, ihre höhere Ausbildung bis hin zur Universität zu absolvieren.

Neben der Versorgung und Erziehung einer großen Anzahl armer Kinder in den vielen Waisenhäusern und Internaten unserer Mission in Afrika und Indien, hilft das Schülerpatenschaft-Programm auch vielen Kindern direkt, die in weit entfernten Dörfern leben.

Förderung der Mädchen

In zahlreichen Entwicklungsländern leiden die Mädchen am meisten auf Grund von Vorurteilen und Diskriminierung ihres Geschlechts. Ein Mädchen auszubilden, ist der sicherste Weg, ihm größere Chancen zu eröffnen und ihm die Entscheidungsfreiheit zu geben, damit es wirklich eine echte Wahl hat, wie es sein Leben gestalten möchte.

Vikasjyothi würde gerne Mädchen erreichen, besonders jene, die aus dem wirtschaftlich ärmsten Sektor unserer Mission kommen. Ich möchte unsere Freunde und Unterstützer einladen, großzügig zu diesem edlen Programm beizutragen, das von Agape und Vikasjyothi ins Leben gerufen wurde.

Euch allen möchte ich danken für euer fortgesetztes Interssse und für die Unterstützung unserer Werke in Afrika und in Indien. Mit großer Dankbarkeit stellen wir fest, dass die meisten unserer Projekte zur Bildung und Entwicklung in den Missionen beständige Fortschritte machen und ein Segen für Tausende von Menschen, besonders für viele arme und benachteiligte Kinder sind. Möge Gott euch segnen und reichlich belohnen.

Mit herzlichen Güßen

P. Thomas Cherukat

 

Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich sende euch Grüße voll Freude und Frieden aus der Fransalianermission Tschad-Kamerun. Mit großer Freude teile ich euch mit, dass unsere Mission, die nun seit 19 Jahren besteht, kürzlich in den Rang einer Delegation in der Kongregation erhoben wurde. Das ist wirklich ein Zeichen des unglaublichen Wachstums und der Vitalität dieser Mission. Die Verantwortung, diese neue Delegation zu leiten, ist mir zugefallen. Mit aller Demut habe ich das Amt des Delegationsoberen für die nächsten drei Jahre angenommen.

Ich nütze diese Gelegenheit, euch allen gegenüber meine Dankbarkeit für eure fortgesetzte Unterstützung und Ermutigung während der zurückliegenden 19 Jahre auszudrücken. Wir stehen in eurer Schuld. Möge der gute Gott euch segnen und eure Großzügigkeit und Liebe den Armen gegenüber belohnen.

Die neue Schule in Doba wurde eingeweiht

Ich bin wirklich sehr glücklich, euch mitteilen zu können, dass wir den ersten Bauabschnitt der neuen S.F.S.-Schule (Franz-Sales-Schule) in Doba fertig gestellt haben. Am 25. Januar wurde das neue Gebäude vom Bischof von Doba eingeweiht und vom Provinzialoberen der Südwest-Indien-Provinz in Gegenwart sehr vieler Menschen eröffnet. Dies ist die dritte Schule der Fransalianer im Tschad. Das neue Schulgebäude verfügt über sieben Klasszimmer, ein Lehrerzimmer und ein Büro. Das Schuljahr beginnt im September, und mehr als hundert Kinder werden als erste Gruppe erwartet. Der Bau des Internats geht ebenfalls voran.

Die SFS-Schule in Bero ist die allererste Fransalianer-Schule im Tschad. Sie ist eine Grundschule mit über 200 Kindern in sechs Klassen.Ein Jungen-Internat ist der Schule angeschlossen, wo gut 40 Kinder aus den weit entfernten Dörfern neben hervorragendem Unterricht auch Kost und Logie bekommen. Mehr als 50 Mädchen aus den Dörfern werden direkt mit einem Stipendium unterstützt.

Die Comboni-Schule in Doba mit mehr als 1000 eingeschriebenen Schülern ist eine weitere Schule, die von den Fransalianern im Tschad geführt wird. Diese drei Schulen leisten der örtlichen Bevölkerung wirklich einen immensen Dienst, denn die meisten sind arm und Analphabeten. Die hervorragende Bildung, die in diesen Schulen vermittelt wird, macht es Kindern aus den ärmeren Gesellschaftsschichten möglich, Sekundarstufen zu besuchen und höhere Bildung anzustreben.

SFS-Schule in Ngaoundere

Dank der finanziellen Unterstützung, die wir von unseren Freunden und Wohltätern erhalten, konnten wir den Bau einer Kindergartenabteilung, dazu zwei Klasszimmer und ein Büro in der SFS-Schule Gada Mabanga Jallingo in Ngaoundere auf den Weg bringen. Zur Zeit hat diese Schule 254 Kinder in fünf Klassen.

Trinkwasserprojekte

Mit der großzügigen finanziellen Unterstützung einiger unserer guten Freunde konnten wir die Projekte des Brunnenbaus im Tschad und in Nordkamerun fortsetzen. Diese Brunnen wurden während der letzten paar Monate gegraben, zwei in Doha im Tschad, und ein weiterer in Ngaoundere in Nordkamerun. Die meisten Dörfer in dieser Region haben keinen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. Dank unserer Freunde und Wohltäter konnten wir während der letzten paar Jahre eine Anzahl von Dörfern mit mehr als 25 Brunnen versorgen.

 

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich bin euch sehr dankbar für die beständige Unterstützung und Ermutigung der verschiedenen Bildungs- und Entwicklungswerken in unserer Mission. Wir sind unseren Freunden in Deutschland besonders dankbar, vor allem dem Freundeskreis im Kahlgrund und den Gläubigen der Pfarrei Frieden Christi in München. Wir sind auch unseren Freunden in Österreich Dank schuldig, welche uns weiterhin helfen durch die Agape Austria in Klosterneuburg. Möge Gott euch segnen und reichlich belohnen.

Mit herzlichen Grüßen

P. Manoj Arackal 

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

Grüße und gute Wünsche Euch allen aus Mysore, Indien. Mit großer Freude und Dankbarkeit grüße ich jeden von euch mit dieser Ausgabe von Agape, die diesmal aus Indien kommt. Zum ersten Mal schreibe ich euch seit meiner Abreise aus Rom. Bevor ich Rom verlassen habe, machte ich einen Besuch in unseren Missionen im Tschad und in Kamerun zusammen mit Herrn Bernhard Melchart aus Wien, der ein langjähriger Freund und Wohltäter unserer Missionen ist. Ich danke Herrn Melchart für die Bereitschaft, einen kurzen Bericht über unseren Besuch in den Missionen zu schreiben. Ich freue mich, diesen Bericht anfügen zu können.

Rom verließ ich am 28. Dezember 2017 und ich erreichte unsere Kommunität in Mysore am 1. Januar 2018. Es ist wirklich ein Neubeginn, obwohl ich hier schon 8 Jahre lang, von 1992 bis 2000, gelebt und gearbeitet habe. Nach 17 Jahren im Ausland habe ich jetzt die Gelegenheit, in Indien wieder neu zu beginnen. Ich wurde gebeten, hier ein neues Missionsbüro zu gründen im Hinblick auf die Unterstützung unserer Missionen in Indien und Afrika. Der Zuschnitt und die Art der Arbeit sind fast dieselben wie in Rom. Es muss jedoch eine Menge mehr getan werden, bevor dieses Projekt vollständig und richtig läuft.

VIKASJYOTHI

Das neue Missionsbüro, das in Mysore errichtet wird, trägt den Namen „Vikasjyothi“. Es wurde offiziell am 1. Februar 2018 errichtet. Der Name Vikasjyothi geht auf die zwei Sanskrit-Worte VIKAS und JYOTHI zurück. „Vikas“ bedeutet Entwicklung, und „Iyothi“ bedeutet Licht. VIKASJYOTHI soll also ein Zentrum der Fransalianer sein, in dem alles für eine umfassende menschliche Entwicklung angeboten wird.

„Umfassende menschliche Entwicklung“ ist eine positiive Vision von menschlichem Wachstum, von ganzheitlicher Entwicklung der menschlichen Person, die alle Aspekte des Lebens abdeckt: die sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen, persönlichen und spirituellen. In Übereinstimmung mit der Mission und der Vision der Kongregation der Missionare des hl. Franz von Sales bemüht sich VIKASJYOTHI, den bedürftigsten Menschen Dienste anzubieten. Vor allem gilt es, die Armut, die Krankheiten, die Ungerechtigkeit und andere Bedrohungen des menschlichen Wohlbefindens überall auf der Welt und besonders in den Entwicklungsländern erfolgreich zu bekämpfen.

VIKASJYOTHI steht deshalb dafür, den Menschen das Licht und die Strahlkraft einer umfassenden menschlichen Entwicklung zu bringen, besonders denen, die am Rande der Gesellschaft leben.

 

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich freue mich auf eure weiter bestehende Zusammenarbeit und Unterstützung für diese neue Herausforderung. Die laufenden Projekte der Schülerpatenschaften und der Trinkwasserversorgung sind schon dem neuen Büro in Mysore zugeordnet. Was die zukünftigen Projekte betrifft, werde ich euch in der nächsten Ausgabe von Agape genauere Einzelheiten mitteilen. Ich wünsche euch ein fröhliches Osterfest. Möge der auferstandene Herr euch und alle eure Anliegen segnen.

Mit herzlichen Grüßen

Rev. Dr. Thomas Cherukat, MSFS
Director VIKASJYOTHI

Fransalian Resource Centre for Intergral Human Development
1052 New KantharajUrs Road
Mysore 570 023
Karnataka INDIA

Tel. 00-91-0821-2541135
Mob. 00-91-7025747242

Emails: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Websites: www.msfssouthwest.com /www. msfstoday.com/
www.agape-tschad-kamerun.de / www.amisales.org

Mein Besuch bei den Missionaren des Hl. Franz von Sales in Kamerun und Tschad vom 03.-21.12.2017

Anfang 2017 entschloss ich mich, eine „Fern-Adoption“ für einen Jungen aus Afrika zu übernehmen. Der Grund war, dass ich zum einem Kind die Möglichkeit geben wollte, in die Schule gehen zu können und dadurch eine Zukunft im eigenem Land zu haben und zum anderen kannte ich P. Thomas Cherukat schon lange als Freund meiner Eltern und der Familie und wusste, dass das Geld bei ihm in den richtigen Händen liegt.

Im folgenden E-Mail Verkehr mit P. Thomas äußerte ich auch den Wunsch bzw. frage ich ihn, ob es möglich wäre, mein Patenkind, den 6-jährigen George aus Kamerun, persönlich kennen lernen zu können.
Und wirklich: P. Thomas teilte mir mit, dass er im Dezember 2017 nach Kamerun und Tschad fahren möchte. Bei einem Besuch in Rom wurden die Details besprochen. Nach den Erledigungen bezüglich des Visums und den notwendigen Impfungen war es am 3. Dezember soweit und ich fuhr nach Rom und gemeinsam mit P. Thomas am 5. Dezember mit der Brussels Airlines nach Yaoundé, in die Hauptstadt von Kamerun. Dort wurden wir schon von P. Manoj erwartet und durch die Hauptstadt fuhren wir nach La Feuillette, wo wir mit Gesang und Rosen empfangen wurden. Nach dem Abendessen genoss ich die erste Nacht in meinem Zimmer in Kamerun. Von 0° in Wien, 2° in Rom und 4° in Brüssel waren die 25° in Kamerun sehr angenehm.

Am nächsten Tag konnte ich bereits Land und Kultur kennenlernen, da wir zu einer Gemeinde in den Regenwald fuhren und dort mit der Bevölkerung eine Messe feierten. Da zeigte sich schon, dass die Afrikaner den Rhythmus im Blut haben.

Am nächsten Tag war die Diakonatsweihe von Boris Nixon auf dem Programm, die 2,5h dauerte und mit viel Gesang begleitet wurde. Bei dieser Weihe waren die Patres und Brüder von Kamerun und Tschad anwesend. Die Eltern von Boris fuhren die ca. 200km von zu Hause, gemeinsam mit zwei lebendigen Schweinen (als Geschenk für das Mittagessen) mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um bei der Weihe ihres Sohnes dabei zu sein. In Europa unvorstellbar, aber hier nichts Besonderes.

Am 10.12. war es dann soweit. Nach der Hl. Messe konnte ich im Pfarrhaus „meinen“ George treffen, der aber leider durch Malaria sehr geschwächt war. Der Hl. Georg, den ich ihm umgehängt hatte, möge ihm helfen.

Am nächsten Tag fuhren wir durch den dichten Regenwald und dann durch die Steppe fast 700km Richtung Norden von Kamerun nach Ngaoundéré. Hier sah ich mehr „Haustiere“ wie Hühner, Schweine und auch Rinder aber auch die größere Armut, die hier herrschte. In den meisten Dörfern sah ich nur eckige oder die bekannten Rundhütten mit Stroh oder Palmenzweigen gedeckt. In der Mission wurden wir nach der Hl. Messe von dem Seminaristen mit Gesang und Tanz verwöhnt. Ich genoss die herrlichen Stimmen der Seminaristen. Auch ich sang auf Wunsch zwei Lieder aus meiner Heimat.

Nach einer angenehmen Nachtruhe hieß es nun weiterfahren in den islamischen Tschad und zu heißen 35°. Bei der Grenze versuchte der Zöllner „Medizin“ bzw. Süßigkeiten aus unseren Koffern zu nehmen. Aber P. Thomas erklärte ihm, dass die „Medizin“ vom Arzt für mich verschrieben wurde und auch die Süßigkeiten, die für die Kinder in Tschad bestimmt waren, für ihn nicht zu haben sind. So begnügte er sich mit fünf Bananen und nach einer Stunde konnten wir weiterfahren und kamen nach 500km gut in Doba/Tschad an. Dort besuchten wir fertige und im Bau befindliche Schulen.

Bei einem Besuch begrüßte ich als „Weißer“ alle Kinder einer Klasse mit einem Handschlag, dass bedeutet Höflichkeit und Respekt. Ein Schüler hielt meine Hand vom Klassenraum bis zum Hof.

Dann fuhren wir auch zu einem Dorf im Outback, der von den Missionaren betreut wird. Dabei mussten wir mit dem Allradfahrzeug allerdings einen Fluss durchqueren.

Nach dem Besuch der Ölfelder der Firma Esso beendeten wir einen ereignisvollen Tag im Tschad.

Nun fuhren wir nach einem unfreiwilligen Aufenthalt an der Grenze wieder zurück nach Kamerun, wo am Abend in Ngaoundéré das gemeinsame Singen mit den Patres und Seminaristen von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in verschiedenen Sprachen einen Höhepunkt meiner Reise darstellte. Am nächsten Tag fuhren wir dann ohne Probleme zurück nach Yaoundé.

Nach den anstrengenden Tagen standen nun zwei Erholungstage auf dem Programm. Wir fuhren nach Westen, vorbei an herrlichen Ananasplantagen, nach Kribi zum Atlantik wo wir nach 313km gut ankamen. Die Erfrischungen im Atlantik hatten uns bei dem sehr schwülen Wetter sehr gut getan.

Am Sonntag 17.12 besuchten wir mit einer Piroge die Pygmäen am Lobe Fluss, bevor wir uns mit frisch zubereiteten Crevetten stärkten. Den Nachmittag verbrachten wir im und am Atlantik, dort mit dem Feilschen mit den Händlern. Beim Handeln zeigte P. Manoj eindrucksvolle Fähigkeiten. Am Abend gestalteten wir unsere eigene Messe, bei der ich die Ehre hatte, zu ministrieren.

Nun hieß es wieder Abschied nehmen und wir fuhren wieder zurück und konnten am Abend den Geburtstag bei und mit P. Joshy feiern. Am 19.2 hieß es leider wieder Koffer packen, Abschied nehmen und P. Manoj brachte uns sicher durch den Verkehr von Yaoundé zum Flughafen. Über Douala und Brüssel flogen wir zurück nach Rom und ich mit dem Nachtzug nach Wien, wo ich am 21.12 zwar ohne Koffer aber voll mit vielen Eindrücken und Demut ankam.

Ich möchte mich bei allen Patres und Fratres für die hervorragende Gastfreundschaft bedanken. Es war etwas Besonderes, ein Teil dieser Familie sein zu dürfen. Besonderen Dank geht an P. Thomas und P, Manoj für die Möglichkeit, diese Reise durchführen zu können, sowie für die perfekte Organisation und Betreuung. Ich habe mich sicher und sehr wohl gefühlt und wünsche Ihnen Kraft, Ausdauer und Gottvertrauen für ihre wichtige Tätigkeit.

Bernhard Melchart aus Wien