Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr

Meine lieben Freunde! Mit einem dankbaren Herzen möchte ich euch alle mit der Freude und dem Frieden von Weihnachten grüßen. Es ist das zweite Weihnachtsfest, das wir im Schatten der immer noch bestehenden Pandemie mit all ihren zerstörerischen Auswirkungen feiern. Wir können nur wünschen und beten, dass das Jahr 2022 die Morgenröte eines neuen Anfangs für uns alle wird.
Jedem von euch wünsche ich fröhliche Weihnachten und ein sehr gutes Neues Jahr. Möge der Segen des Kindes von Betlehem eure Herzen und Häuser mit Hoffnung, Freude und Zufriedenheit erfüllen – trotz der fortdauernden Herausforderung durch die Pandemie und trotz aller damit verbundenen Angst, Furcht, Unsicherheit und Bedrückung.

Aufrichtigen Dank

Ich möchte Euch allen meinen aufrichtigen Dank für eure Hilfe für die Covid-Hilfsmaßnahmen der Fransalianer in Indien aussprechen, die zur rechten Zeit kam. Viele von euch haben meinem Spendenaufruf großzügig entsprochen. Ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass mehr als 10.000 Euro von privaten Spendern aus dem Kreis unserer Agape-Freunde eingegangen sind.

Das Missionsentwicklungsbüro der Fransalianer in der Südwest-Provinz, hat eine Reihe von Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um die Ärmsten der Armen mit dringend benötigtem Geld zu versorgen. In Verbindung mit 20 größeren Missionszentren im Staat Karnataka in Südindien war Vikasjyothi in der Lage, eine große Anzahl von Armen in den entlegensten Gebieten unserer Missionszentren zu erreichen.
Als unmittelbare Antwort auf die tragischen Konsequenzen des verlängerten Lockdown und der Krise des Gesundheitswesens während der zweiten Welle der Delta-Variante initiierte Viskasjyothy das Programm „Notfallhilfe zum Lebensunterhalt“, um den vielen Familien zu helfen, die vom Verlust des Arbeitsplatzes oder von schweren Krankheiten betroffen waren. Mehr als 12.000 Euro konnten für ihren unmittelbaren Unterhalt ausbezahlt werden.

Medizinische Hilfe für die Armen

In Indien hat die große Mehrheit der armen Familien keine Krankenversicherung. Auf die heftige Covid-Welle folgten der Verlust des Arbeitsplatzes und viele Entbehrungen. So leiden viele Familien zusätzlich zur weitverbreiteten Covidinfektion an schweren Krankheiten. Vikasjyothy konnte vielen Familien mit finanzieller Unterstützung helfen, ihre Arztrechnungen für Notfallbehandlungen zu bezahlen.
Gott segne euch.

Covid relief India

Mit herzlichen Grüßen
Euer Pater Thomas, MSFS 

 

Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun

Liebe Freunde und Wohltäter,

Weihnachten ist ein Fest der Freude und der Erwartung. Ich wünsche, dass ihr alle diese Freude und das Glück von Weihnachten spüren könnt – inmitten so vieler ungünstiger Einschränkungen, die die Pandemie immer noch mit sich bringt. Ich wünsche euch und euren Lieben ein sehr frohes Weihnachtsfest und ein gutes, erfolgreiches Neues Jahr.

Auf vielerlei Weise haben viele von euch zum Wachstum der Tschad-Kamerun-Mission beigetragen. Wir konnten viele unserer Projekte und Programme auf Grund eurer Freundlichkeit, Großzügigkeit und Gebete vollenden. In das Leben vieler Menschen habt ihr Freude und Glück gebracht. Ein großes Dankeschön an jede/n und euch alle!

Fünf Fransalianer-Schulen

Die Fransalianer leiten in Tschad-Kamerun fünf Schulen. Sie sind Leuchttürme der Hoffnung für Hunderte von Kindern und Symbol des hingebungsvollen Dienstes an den Ärmsten der Armen. Alle diese Schulen werden mit Hilfe von Spenden aus nah und fern geführt. Da die Menschen sehr arm sind, verlangt die Schule nur pro forma ein Schulgeld von den Kindern. Mehr als 2000 Kinder erhalten einen Unterricht in hoher Qualität und eine werteorientierte Erziehung durch diese Schulen.

Wir sind euch dankbar für eure treuen Spenden und für die fortdauernde Ermutigung.

Name Jungen Mädchen Total
SFS Ngoundéré 165 135 300
SFS Gaki 254 161 415
SFS Bero 182 113 295
Comboni Primary 174 194 368
Comboni College 409 401 810
Total 1184 1004 2188

Jungen-Internate

Unsere beiden Jungen-Internate in Bero und Gaki im Tschad versorgen 109 Jungen aus wirtschaftlich prekären Familien. Die meisten von ihnen kommen aus entlegenen Dörfern, wo es keine Schulen gibt. Alle diese Kinder besuchen die Fransalianer-Schulen.

St. Francis de Sales School

Wir haben viele Anmeldungen und eine große Warteliste für die Internate. Wegen der unzureichenden Infrastruktur und wegen der Knappheit an Personal und Finanzen können wir nur ein Drittel der Bewerber annehmen.

Wir haben vor, auch Internate für Mädchen anzubieten. Wir suchen nach Frauenorden, die bereit und in der Lage sind, diese Mädcheninternate zu leiten.

Zur Zeit haben wir eine große Anzahl von Mädchen, die in allen unseren Schulen lernen.

Das Programm „Unterstütze ein Kind“

Ich bin sehr glücklich, den Eingang der Beiträge bestätigen zu können, die wir jedes Jahr von den Agape-Freunden in Deutschland und aus anderen Ländern für das laufende Unterstützungsprogramm bekommen, das von Vikasjyothy in Mysore verwaltet wird. Dankbar teile ich euch mit, dass im Tschad und in Kamerun mehr als 200 Kinder aus diesem Programm unterstützt werden. Ein großes Dankeschön an alle Sponsoren und an Vikasjyothy für ihre Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber den Armen.

Eure Hilfe bringt vielen Familien, die die Ausbildung ihrer Kinder nicht garantieren können, Freude und Hoffnung.

Doba boys home

Trinkwasser

Ich bin froh, mich auf die Beiträge verlassen zu können, die wir jedes Jahr von Agape-Freunden für das Trinkwasser-Projekt in unseren Dörfern bekommen. Wir sind wirklich sehr glücklich, dass wir zur Trinkwasserversorgung für Hunderte von Familien beitragen konnten. Mehr als 40 offene Brunnen wurden gegraben und mit den nötigen Rückhalte-Mauern ausgestattet, um das saubere Wasser von Verschmutzung von außen zu bewahren. Wir danken Agape und Vikasjyothy für ihre beständige Hilfe und ihre zuverlässige Mitarbeit bei diesem Projekt.

Entwicklungsarbeit

Die Fransalianer-Mission im Tschad besteht aus zwei sehr großen Pfarreien, nämlich Doba und Bero, zu denen 75 Dörfer gehören. Eine Anzahl von Entwicklungsaktivitäten und von Angeboten der Sozialarbeit werden in all unseren Zentren regelmäßig geleistet.

Bero

Dazu gehören die Bildung von Selbsthilfegruppen und außerdem Programme zur Gesundheitsförderung. Dabei geht es z. B. um die Schärfung des Bewusstseins für die Bedeutung einer gesunde Lebensweise, die zur Vermeidung von Krankheiten beiträgt. Außerdem lehren wir die Menschen, christliche Nächstenliebe zu praktizieren, indem wir sie ermutigen, auf die Bedürftigen zu achten, auch wenn sie selber nicht viel haben.

Liebe Freunde, ich danke euch für alles, was ihr für die Tschad-Kamerun-Mission seid. Möge dieses Weihnachtsfest euch Freude und Frieden bringen. Möge das Neue Jahr ein Gnadenjahr für euch sein!

Herzliche Grüße
P. Manoj Xavier Arackal

Indien: ein Land in Leid und Schmerzen

Liebe Freundinnen und Freunde der Fransalianer,
diese Ausgabe von Agape schreibe ich mit schwerem Herzen, weil ich euch von der tragischen Lage in Indien berichten muss, die durch die zerstörende Kraft der zweiten Covid-Welle hervorgerufen wurde. Viele von euch haben mir besorgte Anfragen geschickt, um mehr über die immer schlimmer werdende Lage in Indien zu erfahren. In einem Wort: Indien ist ein gebrochenes Land, ein Land in Leid und Schmerzen.
Es gibt viel Leid, Sorge und Kummer im ganzen Land. Die Infektionsrate steigt täglich in erschreckendem Ausmaß. Die tägliche Todesrate ist so hoch, dass die Krematorien und andere Verbrennungsorte es nicht mehr schaffen, den wartenden Menschen einen Platz für die letzten Riten des Abschieds von ihren Lieben zur Verfügung zu stellen.

Landesweit gibt es einen akuten Mangel an Sauerstoff. Krankenhäuser in ganz Indien sind davon betroffen. Die Menschen kämpfen um Sauerstoff-Flaschen und Krankenhausbetten.
Das Land ächzt unter einem chronischen Mangel an Intensivbetten, was viele Familien zwingt, eine weite Strecke zurückzulegen, um ein Bett für ihre Patienten zu finden. Neu Delhi, die Hauptstadtregion von Indien mit 20 Millionen Menschen, ist am schwersten betroffen. Die Krankenhäuser sind voll und neue Patienten werden weggeschickt. Einige Straßen in der Umgebung der Krankenhäuser sind überfüllt mit Schwerkranken und ihren Familienangehörigen, die versuchen, sie mit Tragbahren und Sauerstoff zu versorgen, während sie bei den Krankenhausleitungen um ein Bett betteln.

Die meisten der Riesenstädte wie Bombay und Bangalore stöhnen unter dem Druck der mangelhaften medizinischen Versorgungslage. Außerhalb der Krankenhäuser spielen sich herzzerreißende Szenen ab, die die schreckliche Realität des Zusammenbruchs des indischen Gesundheitswesens aufdecken: Leute sterben, weil sie nicht den lebensrettenden Sauerstoff bekommen.

Öffentlicher Ärger

Es gibt viel öffentliche Wut auf die Zentralregierung und auf die politisch Verantwortlichen im allgemeinen. Ihnen wird vorgeworfen, total versagt zu haben. Sie hätten diese Tragödie voraussehen müssen, die sich seit längerer Zeit abzeichnete. Aber die frühzeitigen Warnungen von Wissenschaftlern und Medizinern wurden ignoriert. Die kostbare Zeit zwischen der ersten und der zweiten Welle wurde nicht genutzt, um das öffentliche Gesundheitswesen so effektiv umzugestalten, dass man in der Lage gewesen wäre, die schreckliche Wucht der zweiten Welle abzufedern.

Die allgemeine Impfaktion startete zwar rechtzeitig. Aber dann kam sie nicht in Schwung, was auf den Mangel an kluger Koordination und auf das Fehlen wirksamer Kommunikation zurückzuführen ist. Wegen dieses Ausbleibens der Voraussicht und der rechtzeitigen Planung erleidet Indien, der weltweit größte Produzent von Impfstoffen, nun einen akuten Mangel an Impfstoffen und bettelt um Hilfe aus dem Ausland. Bis jetzt haben nur 160 Millionen Menschen die Impfung erhalten. Es ist sicher eine immense Aufgabe für jede Regierung, eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden impfen zu lassen.

Anstatt mit kompetenterer Planung und Koordination in die dringende Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens zu investieren, um sich dem nächsten Ausbruch des Virus zu stellen, hat es die Regierung von Indien leider bevorzugt, ihren relativ erfolgreichen Umgang mit der ersten Welle zu feiern. Auch die politischen Parteien im Land gingen in einen Entspannungs-Modus.

Die meisten politischen Parteien einschließlich der Regierungspartei waren mit dem Wahlkampf in einigen Staaten beschäftigt und organisierten Massenkundgebungen und Versammlungen mit Tausenden von Menschen, ohne die covid-gerechten Verhaltensregeln zu beachten, während das Virus noch „schlummerte“. Prominente Führer der politischen Parteien inklusive des Premier-Ministers und vieler Minister seines Kabinetts führten einen aggressiven Wahlkampf, indem sie Menschenmassen einluden, sich zu versammeln, und dabei die gültigen Covid-Normen völlig missachteten.

Religiöse Feste wie z. B. das Kumb Mela am Ufer des Ganges, an dem Millionen von Menschen beteiligt sind, wurden ohne weiteres erlaubt, ja sogar ermutigt. Internationale Cricketspiele mit Tausenden von Zuschauern im Stadion fanden ebenfalls statt.

Die gegenwärtige Situation

Diesen Text habe ich am 8. Mai geschrieben. An diesem Tag zählte Indien bereits mehr als 21 Millionen Infektionen und beklagte über 230.000 Tote. Die Infektionszahl steigt um täglich 400.000, die Zahl der Toten um fast 4000 pro Tag. Es wird von derzeit mehr als 3 Millionen aktiv Erkrankter berichtet. Experten sagen voraus, dass die Infektionen noch zwei oder drei Wochen ansteigen werden. Die wirklichen Zahlen der Kranken und der Toten sind vermutlich viel höher als die offiziell von den Behörden angegebenen, weil viele Menschen sich nicht testen ließen oder nicht um den Zugang zu einem Test kämpften. Viele Tote in ländlichen Gegenden werden übrigens gar nicht registriert.

Jetzt nimmt das Testen zu und damit die Anzahl der positiven Ergebnisse. Die Warnungen der Wissenschaftler und medizinischen Experten sind alarmierend. Eine dritte Welle wird vorausgesagt, ebenso die Erkrankung von Kindern und Jugendlichen.

Hilfe aus dem Ausland

Mehr als 120 Länder einschließlich der USA, Deutschlands, Frankreichs und der meisten EU-Länder senden Indien Hilfe. Sauerstoffgeräte und andere benötigte Ausstattung kommen täglich per Flugzeug ins Land. Die indische Eisenbahn hat den „Sauerstoff-Zug“ eingeführt, der den Sauerstoff in alle Winkel des Landes bringt.

Sauerstoffversorgung

Die Armen leiden am meisten

Die zweite Welle der Pandemie hat wieder einmal die Ärmsten der Armen in Indien in ein schreckenerregendes Szenario versetzt: Tausende Familien hungern und sind nicht mehr in der Lage, für ihre Kinder zu sorgen. Jetzt werden wieder strenge Lockdowns im ganzen Land verhängt. 23 % der indischen Bevölkerung leben schätzungsweise unter der Armutsgrenze. Weitere 20 % gehören der unteren Mittelklasse an. Somit sind 40% der Bevölkerung gezwungen, ein Leben von der Hand in den Mund zu führen. Dies entspricht einer Gesamtzahl von deutlich mehr über 500 Millionen Menschen, die in Armut gestürzt werden, weil sie ihre täglichen Arbeit und so ihren Lebensunterhalt verlieren. Millionen von Kindern werden vielleicht nie mehr in die Schulen zurück kommen, da ihre Familien angesichts von Hunger und Krankheit ums Überleben kämpfen.

Covid-Hilfe durch die Fransalianer

Zusammen mit der Kirche von Indien und vielen anderen sozialen Organisationen, sind die Fransalianer an vorderster Front, wenn es darum geht, den am meisten Gefährdeten und Benachteiligten Trost und Hilfe zu bringen. Als eine größere Ordensgemeinschaft haben die Missionare des hl. Franz von Sales den örtlichen Verwaltungen großherzige Unterstützung und Zusammenarbeit in ihren Anstrengungen angeboten, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen und den Bedürftigen unmittelbare Hilfe zukommen zu lassen.

Die meisten Schulen und Institutionen der Fransalianer wurden als Covid-Stationen zur Verfügung gestellt. Schutzkleidung und Masken wurden Ärzten und Pflegern kostenlos übergeben. Die Schulbusse werden als mobile Kliniken und für eilige Krankentransporte benutzt. Eine große Anzahl von Kindern, die ihre Eltern verloren haben, werden in den Internaten der Fransalianer betreut.

Covid Hilfsprogramm durch Vikasjyothi

Vikasjyothi hat als die Missionsprokur der Fransalianer ein Hilfsprogramm für die ärmsten Familien in allen Fransalianer-Missionsstationen in Karnataka und Kerala auf den Weg gebracht. Manche Familie haben ihren einzigen Ernährer verloren. Andere haben ihre Jobs und ihren Lebensunterhalt verloren. Wieder andere können sich medizinische Behandlung für ihre kranken Angehörigen nicht leisten. Die Fransalianer haben über 20 Missionszentren in Karnataka und Kerala. Das Vikasjyothi Hilfsprogramm erreicht in dieser schwierigen Zeit 500 Familien in Not mit einem finanziellen Mindestbetrag für ihren Lebensunterhalt.

Spendenaufruf

Die wichtigste Quelle für Geldmittel ist die Agape-Gruppe, die als Freundeskreis der Fransalianer in Mömbris im Kahlgrund bekannt ist. Unsere Geldmittel sind sehr begrenzt. Wir tun, was nur immer möglich ist.

Mit dieser Ausgabe von Agape möchte ich einen sehr ernsten Aufruf an alle unsere Freunde und Wohltäter richten, mit euren Beiträgen eine Geste der Solidarität zu zeigen, so dass wir noch mehr Familien in Not und Bedrängnis erreichen können, um ihre Leiden in diesen schwierigsten Zeiten etwas zu mildern. Indien ist ein Land, das nach Atem ringt. Der Misserfolg des Gesundheitswesens ist in der Tat ein Erstickungs-Szenario. Die Covid-Krise ist für Indien ein nationales Unglück.

Ich selbst bin wohlauf, aber vollständig an das Haus gebunden. Mehr als 15 der Mitbrüder in meiner engsten Umgebung hatten Covid. Alle haben sich gut erholt. Auf nationaler Ebene hat die Kirche von Indien 40 Priester und zwei Bischöfe durch Covid verloren. Kirchen und Schulen sind geschlossen. Das Leben im ganzen Land ist zum Stillstand gezwungen. Die Wirtschaft wird schwer in Mitleidenschaft gezogen. Überall gibt es viel Ärger und Unmut, Angst und Leid, Frustration und Hilflosigkeit.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich bitte euch, unsere segensreiche und dringend not-wendige Arbeit mit euren Spenden weiterhin zu ermöglichen und danke euch allen für eure Unterstützung und Solidarität in dieser sehr kritischen Zeit. Lasst uns im Gebet und in der Hoffnung auf bessere Zeiten zusammenstehen.

So grüße ich euch alle und sende euch gute Wünsche! Gott segne euch!

Herzlich,
Euer Pater Thomas, MSFS

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

ich möchte jeden einzelnen von euch mit dem Frieden und der Freude Jesu Christi grüßen, dem größten Heiler und Erlöser der Menschheit und der ganzen Schöpfung. Covid 19, die Pandemie, die die ganze Welt umschlingt, legt der Menschheit weiterhin großes Leid auf durch die zunehmende Zahl der Infektionen und der großen Anzahl von Toten. Mit dieser noch nie dagewesenen globalen Krise sind viel Angst, Furcht, Unsicherheit und Hilflosigkeit verbunden. Wissenschaftler, medizinische Experten und die politischen Führer der Welt arbeiten unermüdlich daran, diese immer schlimmer werdende Pandemie zu beenden. Als gewöhnliche Bürger können wir nur hoffen und beten, dass die vereinten Anstrengungen der medizinisch und politisch Verantwortlichen auf weltweitem Niveau bald ein wirksames Heilmittel finden, um diese Pandemie so bald wie möglich zu stoppen.

Die Welt kämpft gegen einen unsichtbaren Feind. Es ist ganz bestimmt eine Gelegenheit und eine Herausforderung für die ganze Menschheit, eine Weile innezuhalten und die Aufmerksamkeit stärker als je zuvor auf die eine unsichtbare höchste Realität, den allmächtigen Gott, den Schöpfer des Universums, zu lenken, dessen Wille es ist, dass die ganze Schöpfung mit dem gebotenen Respekt und der andauernden Sorge erhalten und beschützt wird, die sie verdient. Wir, die Menschen, haben einen einmaligen Platz im Universum als die Krone der Schöpfung mit dem speziellen Auftrag, uns um ihre Ganzheit und Integrität zu kümmern, sie zu hegen und aufrecht zu erhalten. Skrupellose und fahrlässige Ausbeutung der Natur durch Menschen für selbstsüchtige Zwecke haben der Mutter Erde tiefe Wunden zugefügt. Verantwortungslose Profitsucht führt zu Umweltzerstörung und zur Anhäufung von Reichtum und Macht in den Händen einiger Weniger auf Kosten der Armen und Bedürftigen. Eine blutende Schöpfung stöhnt nach ihrer ursprünglichen Schönheit und Ganzheit, so wie sie der Schöpfer gedacht hat. Es ist die unbedingte Aufgabe der Stunde, dass die Menschheit und die ganze Schöpfung ihre totale Abhängigkeit von ihrem Schöpfer anerkennen. Der unsichtbare Gott wird sichtbar durch seine Schöpfung. Die gegenwärtige Krise ruft deshalb auch nach einer Erneuerung unseres Glaubens an den transzendenten Gott, der den gesamten Kosmos und dessen Schicksal beherrscht.

Wir, die Christen, glauben, dass Gott ein liebender Vater ist, der seinen einzigen Sohn Jesus Christus mit einer Mission zur Erlösung, Befreiung und Ganzwerdung des geschaffenen Universums gesandt hat. Als gute Verwalter der Ressourcen der Welt ist es unsere vorrangige Verantwortung, uns der dringenden Arbeit für die Erhaltung eines soliden ökologischen Gleichgewichts nicht zu entziehen und alles, was die Natur und die Umwelt zerstört, zu bekämpfen. Covid 19 fordert uns mehr denn je heraus, uns den Werten des Evangeliums wieder zuzuwenden, die Jesus für die Erlösung und Befreiung der Menschheit gepredigt und gelehrt hat.

Wie Covid 19 Indien getroffen hat

Indien hat mit seinen 1,3 Billionen Menschen Covid 19 mit allen nötigen Vorsichtsmaßnahmen bekämpft. 70 Tage lang wurde ein nationaler Lockdown verordnet, der den Menschen überall im Land immenses Leid verursachte. Die am schlimmsten Betroffenen sind die Ärmsten der Armen. Millionen von wandernden Tagelöhnern verloren ihre Arbeit und ihren Lebensunterhalt. 23 % der indischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Weitere 20 % entfallen auf die sog. niedrige Mittelklasse, die gerade so über der Armutsgrenze lebt. Die Pandemie hat diese beiden Teile der Bevölkerung gnadenlos in extreme Armut gestürzt. Die Missionen der Fransalianer gehörten zu den ersten, die einer großen Anzahl dieser wohnungslosen und bedürftigen Menschen Trost und Unterstützung brachten. Indien sieht sich einer riesigen Herausforderung gegenüber, den steigenden Infektionszahlen und Todesfällen der letzten Wochen Einhalt zu gebieten.

Trotz der Pandemie helfen unsere Missionen in Indien, im Tschad sowie in Kamerun weiterhin den Menschen in jeder nur möglichen Weise.

Schülerpatenschaften

Über 600 Kinder in Indien und 150 Kinder in Tschad-Kamerun werden durch die Bemühungen von Agape Afrika in Deutschland und Vikasjyothi in Indien unterstützt. Ich würde sehr gerne einen dringenden Aufruf an alle Freunde und Wohltäter richten, dieses Projekt weiteren Freunden und Wohltätern zu empfehlen und sie in die Liste der Spender aufzunehmen, die unser Programm der Schülerpatenschaften unterstützen, so dass wir noch mehr Kinder erreichen können, die eine Förderung verdienen, und ihnen helfen, eine ordentliche Ausbildung zu bekommen. Eine Hauptsorge unserer Missionen ist nach wie vor, den weit abseits liegenden Dörfern im Tschad sauberes und sicheres Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Mit eurer Hilfe und Mitarbeit hoffen wir, dieses Projekt ohne Unterbrechung weiterführen zu können. Ich wünsche euch allen gute Gesundheit, viel Freude und Frieden in diesen schwierigen Zeiten. Passt auf euch auf, bleibt bewahrt. Gott segne euch.

Herzliche Grüße
P. Thomas Cherukat, MSFS

 

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Mitbrüder und Freunde der Fransalianer,

brüderliche liebe Grüße und gute Wünsche von den Missionaren des hl. Franz von Sales, die im Tschad und in Kamerun arbeiten. Die Pandemie Covid 19 hat großes Leiden und immense Sorgen über die ganze Welt gebracht. Lockdowns und Ausgangssperren sind an der Tagesordnung. Aber jede Krise eröffnet neue Möglichkeiten. Die Pandemie bietet uns die Möglichkeit an, die kontemplative Dimension unseres christlichen Glaubens und seiner Spiritualität wieder zu gewinnen.

Viele Länder unterhalb der Sahara einschließlich Tschad und Kamerun sind schlecht vorbereitet, den verheerenden Auswirkungen von Covid 19 entgegenzutreten. Das zerbrechliche Gesundheitssystem und die bodenlose Armut in den meisten Ländern machen es umso schwieriger, den Infizierten schnelle Erleichterung zu verschaffen und das Virus daran zu hindern, sich weiter auszubreiten. Kamerun ist nun das Covid-19-Epizentrum im westlichen Zentralafrika. Trotz der frühen Maßnahmen, die der Staat angeordnet hat, um kritische Fälle zu isolieren, ist nun das Virus in der Gesellschaft angekommen.

Viele Werke der Entwicklung und der Gesundheitsvorsorge in unseren Missionen haben stark unter der unaufhörlichen Bedrohung durch die Pandemie gelitten. Der Tschad und Kamerun haben kürzlich unter einigen der schlimmsten humanitären Krisen auf Grund der Separatisten-Bewegung in den englischsprachigen Regionen von Westkamerun und den konstanten Bedrohungen durch die Terrorgruppe Boko Haram im Tschad gelitten. Unglücklicherweise bekommen diese Vorkommnisse nicht genügend internationale Beachtung. Die Covid 19 Pandemie ist nun eine weitere Herausforderung, der sich diese Länder gegenüber sehen. Sie warten sehnlich auf Hilfe der internationalen Gesellschaft. Bis jetzt – Gott sei Dank - sind alle Fransalianer virusfrei. Um uns herum gibt es viele positive Covid 19 Erkrankungen. Unsere Missionare versuchen ihr Bestes, den Betroffenen Erleichterung zu verschaffen.

Ich danke jedem von euch für eure Liebe und eure Besorgnis gegenüber den Menschen in diesen Ländern. Mit eurer Hilfe und Unterstützung können wir etwas Trost und Erleichterung den Tausenden verschaffen, die unserer Sorge in den Missionen anvertraut sind. Ich wünsche und bete, dass ihr alle gesund bleibt und die Kraft findet, diese noch nie dagewesene Krise mit einem tiefen Glauben und mit Gleichmut zu bestehen. Möge Gott euch segnen.

Herzliche Grüße
P. Manoj Arackal, MSFS

 

Unsere Schulen im Tschad und in Kamerun

Die Republik Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Land ist auch mit politischer Instabilität konfrontiert, die auf die dauernde Bedrohung von Terroristengruppen von außerhalb wie auch auf die häufigen Streiks und die Proteste im Inland zurückzuführen ist. Bildung ist eines der obersten Ziele unserer Fransalianer-Missionen im Tschad. Auf Grund der Covid 19 Epidemie sind alle unsere Schulen bis Oktober 2020 geschlossen. Wir haben jetzt vier Schulen und zwei Internate im Tschad. Eine weitere Schule führen wir in Ngaoundéré in Nordkamerun.

1. Die Franz-von-Sales-Grundschule in Bero

Die SFS-Grundschule von Bero ist ein Leuchtturm der Hoffnung für Hunderte von Kindern, die jeden Tag viele Meilen laufen, um zur Schule zu kommen. Um den sehr armen Kindern von den entlegensten Dörfern eine Chance zu geben, haben wir dieser Schule ein Internat mit 45 Plätzen angefügt. Mit 284 für das Schuljahr 2019/20 angemeldeten Schülern pulsiert die Schule mit Leben und Aktivitäten. Diese kleine Schule ist wahrlich ein großer Segen für die ganze Region, indem sie hilft, das Leben und das Schicksal vieler Kinder zu formen.

2. Der Franz-von-Sales-Schulkomplex in Gaki

Dieses Projekt in Gaki in den Außenbezirken von Doba wurde am 15. Januar 2018 eröffnet. Der hauptsächliche Grund, diesen Schulkomplex zu schaffen, war der Wunsch, qualitätvolle Bildung mit integrierter menschlicher Formung aufgrund von christlichen Werten anzubieten. Im laufenden Schuljahr von 2019/2020 sind dort 156 Jungen und Mädchen eingeschrieben. 25 von ihnen wohnen im Internat, das der Schule angeschlossen ist. Wir planen, jedes Jahr um eine Klassenstufe aufzustocken. Das gilt für die Grundschule wie für die Mittelstufe. Dieses Bildungswerk geht einer strahlenden Zukunft entgegen. Wir sind all jenen dankbar, die uns geistig und finanziell unterstützen, um dieses Projekt vollenden zu können.

3. Die Daniel-Comboni-Grundschule in Doba

Diese Schule wurde von den Comboni-Missionaren gegründet und uns vor einigen Jahren anvertraut. 355 Schüler besuchen die Schule. Sie werden von neuen Lehrkräften unterrichtet. Hunderte Schüler aus Doba und Umgebung haben in dieser Schule ihre Grundausbildung erhalten.

4. Die Daniel-Comboni-Oberschule in Doba

Diese Schule ist auch eine Gründung der Comboni-Missionare. Die Fransalianer haben der Grundschule eine Oberschule angefügt. Ausreichende Infrastruktur wurde vor kurzem gebaut. Die Schule unterrichtet 439 Schüler. Sie liegt an einem zentralen Platz in Doba und betreut viele Kinder aus Migrantenfamilien.

 5. Die Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun

Diese Schule besteht nun im fünften Jahr. Sie umfasst zwei Gebäude. Der Kindergarten ist in einem der Gebäude untergebracht. Er besteht aus zwei Klassenzimmern, einem Lagerraum und einem Büro. Zwei Lehrer und eine Aushilfskraft arbeiten dort. Die Schule braucht dringend einen Spielplatz mit einem Standard-Sicherheitszaun und einem Security-Mann. Wir freuen uns auf eure Hilfe und Unterstützung, um diese Arbeiten vollenden zu können.

Die Grundschule hat ein geräumiges Gebäude mit 12 Klassenzimmern, Büroräumen und einem Lehrerzimmer. Im laufenden Schuljahr lernen dort 286 Kinder. Diese Schule, die auf einem herrlichen Grundstück auf einem schönen Hügel über der Stadt liegt, hat alles Potential, die beste Bildungseinrichtung in der gesamten Region von Nordkamerun zu werden. Mit der Hilfe und der Ermutigung durch unsere Freunde und Wohltäter hoffen wir, dieser Einrichtung bald zu ihrer vollen Größe zu verhelfen.

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

Weihnachten ist im Wesentlichen ein Fest der Liebe, des Friedens und der Freude. Es ist die Feier der Liebe Gottes zur ganzen Menschheit und zur ganzen Schöpfung. Die Geburt von Jesus Christus als dem fleischgewordenen Sohn Gottes hat uns die Gute Nachricht gebracht, dass Gott sich um uns kümmert. Als Gotteskinder sind wir alle dazu bestimmt, die Freude zu erfahren, von Gott und den Mitmenschen geliebt zu werden. Die Feier von Weihnachten stellt die Liebesbeziehung Gottes zu uns und miteinander ins helle Licht. Da wir gerade im Advent sind und uns auf das große Fest der Christgeburt vorbereiten, haben wir eine Gelegenheit, unser Leben zu erneuern und uns wieder dem Frieden und der Harmonie in der Welt zu verpflichten.

Millionen von Menschen in verschiedenen Teilen der Welt leiden immer noch an Hunger und Armut aufgrund der ungerechten Verteilung des Wohlstands und der Chancen. Die Armen sind dazu verurteilt, ein Leben lang Mangel zu leiden wegen häufiger Kriegsausbrüche und wegen der Konflikte, die zu Massenauswanderung und Verlust von Heimat führen.

Die Botschaft des hilflosen Kindes, das in die Krippe von Betlehem gelegt wurde, fordert uns alle heraus, unsere Komfort-Zonen zu verlassen und uns denen zuzuwenden, die Mangel, Ausbeutung und Unterdrückung erleiden. Macht dieses Weihnachten und das neue Jahr zu einem neuen Anfang für uns alle, mit dem feierlichen Entschluss, die Ärmsten der Armen zu erreichen, indem wir unsere Zeit und unsere Ressourcen mit ihnen teilen. Jedem von euch wünsche ich frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.

Für eure regelmäßige Unterstützung und Ermutigung unserer Arbeit unter den Armen in Indien und Afrika bin ich euch sehr dankbar. Unsere Mission im Tschad und in Kamerun ist ein leuchtendes Beispiel für Gottes Vorsehung denen gegenüber, die auf der Seite der Armen stehen. Die Mission ist in den vergangenen Jahren schnell gewachsen und steht nun in voller Blüte. Sie verspricht Tausenden von Menschen, die aus extremer Armut befreit werden und das Analphabetentum überwinden, eine gute Zukunft. Ich bin durch unser Projektbüro in Vikasjyothi in Mysore ständig in Kontakt mit unserer Mission im Tschad und in Kamerun. Das Projekt „Schülerpatenschaft“ ist gerade jetzt das Hauptanliegen. Mehr als 50 neue Sponsoren wurden in diesem Jahre gefunden. Im Ganzen sind es 650 Kinder, denen geholfen wird. Viele sind auf der Warteliste. In Indien können wir einer großen Anzahl von Frauen und Kindern vom Rand der Gesellschaft durch unsere Bildungs- und sozialen Angebote weiterhelfen. Eine Reihe von neuen Projekten ist angelaufen im Hinblick auf die Befähigung von Landfrauen. Deswegen bitte ich euch, diese Projekte zu unterstützen, indem ihr neue Spender findet, so dass wir noch viel mehr Kindern und Frauen unter die Arme greifen können. Sie haben es verdient.

Herzliche Grüße
P. Thomas Cherukat MSFS

Grüße aus Tschad-Kamerun

Liebe Freunde und Wohltäter,

Grüße des Friedens und der Freude von den Missionaren des hl. Franz von Sales im Tschad und in Kamerun an jeden von euch. Wir alle wünschen euch fröhliche Weihnachten und ein gnadenreiches, frohes neues Jahr. Mit den Worten von Papst Franziskus ausgedrückt: „Wir begleiten Jesus und folgen ihm nach, weil wir wissen, dass er uns begleitet und uns auf seinen Schultern trägt. Das ist unsere Freude, das ist unsere Hoffnung, die wir in unsere Welt bringen müssen.“ Möge dieses Weihnachtsfest für uns ein Anlass sein, unsere Freude und unsere Hoffnung zu teilen, besonders mit der notleidenden Menschheit.

Das Jahr 2019 war ein Jahr großen Segens für unsere Mission im Tschad und in Kamerun. Wir konnten die Erweiterung unserer Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun erfolgreich beenden. Der Bau des Jungen-Internats in Doba ist nahezu vollendet. Die pastoralen und Entwicklungsaktivitäten in allen unseren acht Missionen machen gute Fortschritte. Wir haben eine beachtliche Anzahl von Seminaristen in unseren beiden Häusern, dem Priesterseminar in Ngoya und in Ngaoundéré. Es gibt Hoffnung für die Zukunft dieser stetig wachsenden Mission.

Unsere Mission in Buea im englischsprachigen Teil von Südwestkamerun hat wegen der fortgesetzten politischen Unruhen in diesem Gebiet harte Zeiten durchmachen müssen. Mehr als 3000 Menschen haben in diesem wütenden Bürgerkrieg ihr Leben verloren. Über eine halbe Million Menschen haben ihre Heimat verlassen müssen. Mehr als eine Million Menschen brauchen humanitäre Hilfe. Unsere Mitbrüder und die Leute in Buea leben in ständiger Angst und Bedrohung. Wir hoffen und beten, dass bald Friede und Harmonie in dieser vom Krieg heimgesuchten Region einkehren.

Meinen aufrichtigen Dank für eure zuverlässige Hilfe und treue Unterstützung für diese entlegene Region. Wir danken für eure Gebete, eure Freundschaft und eure finanzielle Unterstützung. Wir beten für euch und eure Anliegen. Möge der gute Gott euch und alle eure Anliegen segnen.

Herzliche Grüße
P. Manoj Arackal MSFS

Die laufenden Projekte im Tschad und in Kamerun

Bildung

Bildung ist das Hauptanliegen aller unserer Missionen. Analphabetentum und Unwissenheit sind die beiden größten Hindernisse für die Entwicklung, besonders im Tschad und in Nordkamerun. Daher führen wir fünf Schulen in diesen Regionen. Die SFS-Schule in Ngaoundéré und die SFS-Schule in Doba sind die beiden gerade laufenden Projekte, für die wir weitere finanzielle Unterstützung nötig haben. Zurzeit besuchen 352 Kinder die Schule in Ngaoundéré. In diesem Jahr konnten wir dem bestehenden Gebäude sieben neue Klassenräume hinzufügen. Die neu errichtete Schule in Doba ist nun auch mit einem Kindergarten und einer Grundschule ausgestattet. Dort gehen 156 Kinder zur Schule. Wir wenden uns an eure Großzügigkeit, um dieses wichtige Projekt weiter schultern zu können.

Die meisten der Kinder in den weit außerhalb liegenden Dörfern können keine Schule besuchen, weil es keine Straßen und keine Beförderungsmöglichkeiten gibt. Wir haben deswegen zwei Jungen-Internate eröffnet, um diesen Kindern die Möglichkeit zu geben, den Unterricht zu besuchen. Über 70 Kinder aus den vielen wirtschaftlich schlecht gestellten Familien bekommen Mahlzeiten und Unterkunft in unseren Jungen-Internaten im Tschad, nämlich in Bero und in Doba. Die Mission hilft auch einer großen Anzahl von Mädchen durch Stipendien für ihre Bildung.

Das Projekt „Fördere ein Kind“ (Schülerpatenschaft), das von Agape vor ein paar Jahren eingeführt wurde, hilft zurzeit über 150 Kindern im Tschad und in Kamerun. Darüber hinaus profitieren Kinder in anderen Teilen Afrikas und Indiens davon. Im Moment versorgt das Projekt über 650 Kinder in unseren Missionen in Afrika und Indien. Wir sind auf eure beständige Unterstützung und Hilfe angewiesen.

Trinkwasser

Akuter Mangel an sauberem und sicherem Trinkwasser ist eine der größten Herausforderungen in allen unseren Missionen. Krankheiten wie Typhus, Malaria und Cholera wüten in der Gegend. Deswegen war es ein eminent wichtiges Anliegen in allen Missionen, den Zugang zu sauberem Trinkwasser in den Dörfern zu erleichtern. Im Tschad konnten wir die Menschen mit einer Anzahl offener Brunnen versorgen, die in einer Tiefe von 35 bis 40 Metern sauberes und sicheres Wasser führen.
Diese Brunnen sind von einer Schutzmauer umgeben und mit einem Netz abgesichert und verfügen über Handpumpen. Ein Großteil der Dorfbevölkerung hat nun leichteren Zugang zu sauberem Wasser, und ein bemerkenswerter Rückgang an Krankheiten und Kindersterblichkeit ist in diesen Dörfern zu beobachten. Ein offener Brunnen im Tschad kostet nur etwa 500 Euro. In den vergangenen Monaten konnten wir auch zwei solcher Brunnen in den Dörfern Missimadji und Sindalolo (bei Bero) bauen. Wir danken unseren guten Wohltätern, die uns bei diesen Projekten so tatkräftig unterstützen.
In Nordkamerun sind offene Brunnen nicht möglich. Wir müssen Brunnenlöcher bohren, was ungefähr 4.000 Euro kostet. Bis jetzt konnten wir über 22 Brunnen im Tschad und in Nordkamerun realisieren, von denen Hunderte von Menschen profitieren. Mit weiterer Hilfe von euch hoffen wir, das Projekt auf viele weitere Dörfer ausdehnen zu können.

Ein Projekt zur Stärkung (Befähigung) von Landfrauen in Indien

Die neu gegründete Kleiderfabrik in Karehalli in den Außenbezirken der Mega-Stadt Bangalore ist ein Projekt, das darauf abzielt, Arbeitsplätze für indische Landfrauen zu schaffen. In den letzten Jahren ist die Landwirtschaft in Indien durch eine tiefe Krise gegangen, die viele Bauern soweit zur Verzweiflung brachte, dass die Selbstmordrate unter ihnen erschreckend hoch ist. Eine Reihe von Dörfern um Karehalli in der Nähe von Bangalore wurde für dieses Projekt der Ermutigung zur Selbsthilfe ausgewählt. Die meisten der 1278 Haushalte leben unter der Armutsgrenze. Am schlimmsten leiden die Frauen in diesen Dörfern aufgrund von Analphabetentum, Arbeitslosigkeit und der andauernden landwirtschaftlichen Krise. Mehr als 50 Frauen haben inzwischen eine erste Trainingsphase absolviert. Sie sind bereits angestellt, und die Produktion von Schuluniformen ist angelaufen. Gleichzeitig geht das Training für neue Gruppen von Frauen sowie das Nähen von Kleidern weiter. Während der Ausbildung erhalten die Frauen eine Beihilfe und eine bescheidene Bezahlung, bis sie dazu in der Lage sind, ihr eigenes Geld zu verdienen. Das Projekt wird von den Menschen in dieser Region hochgeschätzt. Wir brauchen noch finanzielle Unterstützung, um den Auszubildenden ein bescheidenes Stipendium wenigstens für das erste Jahr anzubieten. Euer Beitrag zu diesem noblen Projekt ist hoch willkommen.

Grüße aus Indien

Liebe Freunde der Fransalianer,

herzliche Grüße und gute Wünsche aus Mysore! Am 30. Juli 2019 darf ich meinen 70. Geburtstag feiern. Ich danke dem allmächtigen Gott für das Geschenk des Lebens, das er mir gegeben hat, und die große Gnade, die er über mich während dieser 70 Jahre, davon 44 Jahre als Priester, ausgegossen hat. Ich wünsche und bete, dass Jesus, der mich all diese Jahre zum Priester und Missionar berufen hat, mir weiterhin helfen wird, für die Armen und Bedürftigen zu arbeiten, so dass „sie das Leben haben, und es in Fülle haben“ (Joh 10.10). Aus diesem Anlass möchte ich meine tiefen Gefühle der Freude und Dankbarkeit euch allen gegenüber zum Ausdruck bringen für eure fortdauernde Freundschaft, Zuneigung und Unterstützung mir und meiner Arbeit in der Mission gegenüber.

Im Jahr 2005 ist der Freundeskreis der Fransalianer in Mömbris/Kahlgrund gegründet worden. Heute hat der Freundeskreis 40 eingeschriebene Mitglieder, die mir immer sehr nahe standen und mich aktiv in der Suche nach Geldmitteln unterstützten, besonders im Tschad und in Kamerun. Ich bin jedem von euch sehr zu Dank verpflichtet. Neben den 40 eingeschriebenen Mitgliedern haben wir 200 Wohltäter, die regelmäßig unsere verschiedenen Projekte in den Missionen unterstützen. Ich bin wirklich jedem von euch dankbar wegen eurer Liebe und eurer Betroffenheit den Armen in unseren Missionen in Afrika und Indien gegenüber.

Ich hoffe, vom 1. Juli bis Ende August 2019 in Europa sein zu können, hauptsächlich, um eine Pfarrvertretung in Südtirol zu machen. Ich freue mich schon darauf, während meines Aufenthaltes in Deutschland, Österreich und Italien wenigstens einige von euch persönlich zu treffen.

 

Unsere Prioritäten im Tschad und in Kamerun

 

Bildung

Die laufenden Bildungsprojekte im Tschad und in Kamerun sind wirklich ein großer Segen für viele Menschen in diesen beiden Ländern, denen sonst jede Chance genommen wäre, eine grundlegende Bildung zu erhalten. Es war immer die oberste Maxime der Fransalianer, den Ärmsten Bildung zu bringen. Zur Zeit führen die Fransalianer fünf wichtige Schulen, vier im Tschad und eine in Kamerun. Alle diese Schulen sind kürzlich entstanden und müssen weiter entwickelt werden.
Wir haben auch zwei Jungeninternate im Tschad, eines in Doba und ein weiteres in Bero. Gerne berichte ich euch einige Details über diese Schulen.

  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Ngaoundéré in Nordkamerun wurde im Jahr 2015 gegründet. Sie hat 268 Kinder in sieben Klassen. Wir müssen diese Schule um neun Klassenzimmer erweitern. Dringend brauchen wir einen Spielplatz und - zum Schutz der Schüler - eine Mauer um das Anwesen.
  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Doba im Tschad, die 2018 gegründet wurde, hat 72 Kinder in 2 Klassen. Im kommenden Jahr müssen wir neue Klassenzimmer bauen. Eine Mauer um das Anwesen muss auch hier unbedingt sein.
  • Die St.-Franz-von-Sales-Schule in Bero, die 2004 gegründet wurde, hat 246 Kinder in sieben Klassen. Um dieses Anwesen muss ebenfalls eine Mauer gebaut werden.
  • Die St.-Daniel-Mittelschule in Doba im Tschad, die 2004 gegründet wurde, hat 358 Kinder in acht Klassen.
  • Die St.-Daniel-Oberschule in Doba im Tschad, die 2014 gegründet wurde, hat 615 Kinder in 17 Klassen. Der Bau eines Verwaltungstraktes ist unverzichtbar.
  • Das St.-Franz-von-Sales-Internat in Bero wurde 2008 gegründet. 43 Jungen wohnen dort. Hier wird jetzt ein separates Gebäude mit einem Studiersaal sowie einer Spiel- und Sporthalle errichtet.
  • Das St.-Franz-von-Sales-Internat in Doba, das 2018 gegründet wurde, hat 23 Schüler. Die laufenden Bauarbeiten müssen weitergeführt werden.

Über 1500 Kinder, darunter ungefähr 700 Mädchen, erhalten eine solide Bildung in den obengenannten Schulen. Die Anzahl der Kinder wird noch ansteigen, wenn wir die nötige Infrastruktur erreicht haben. Zur Zeit sind 45 Lehrer in diesen Schulen beschäftigt.

 

Trinkwasser

Dank der Großzügigkeit von Wohltätern in Deutschland hatten die Dörfer Missimaji und Sindalolo in der Bero-Mission das Glück, durch die zwei kürzlich gebohrten Brunnen eine regelmäßige Versorgung mit sauberem und sicherem Trinkwasser zu bekommen. Die Menschen sind den Wohltätern, die das ermöglicht haben, wirklich sehr dankbar. Das Projekt wird im Tschad und in Nordkamerun weiter geführt. Während der letzten Jahre konnten wir mehr als 20 Brunnen in den weit entfernten Dörfern in Bero und Doba bauen. Wir freuen uns darauf, dass Freunde und Wohltäter uns auch weiterhin helfen werden, dieses Projekt ohne Unterbrechung fortführen zu können. Allen Gebern aufrichtigen Dank!

 

Patenschaften

Das laufende Programm der Patenschaften ist ein Segen für eine große Anzahl von armen Kindern im Tschad und in Kamerun. Dieses Programm wurde 2014 unter Amisales in Rom gegründet. Nach meiner Rückkehr nach Indien läuft dieses Programm unter Vikasjyothi in Mysore, das eng mit AMISALES zusammen arbeitet. Über 800 arme Kinder in Indien und Afrika werden durch Teil-Stipendien jährlich unterstützt. Allein im vergangenen Jahr hat Vikasjyothi einen bedeutenden Beitrag zur Bildung armer Kinder geleistet, die hauptsächlich aus dem Tschad und aus den indischen Staaten Karnataka, Andhra Pradesh und Jharkhand stammen. Neben den 150 Kindern, die wir in unserer Tschad-Kamerun-Mission unterstützen, konnten wir auch über 250 Kindern aus Karnataka und Kerala solche Teil-Stipendien gewähren.

Gerne halten wir Ausschau nach weiteren Freunden und Unterstützern, die uns helfen, dieses Programm auszuweiten und somit noch mehr bedürftige Kinder in Indien und Afrika zu erreichen. Wir sind allen sehr dankbar, die eine Patenschaft angenommen haben und regelmäßig ihren Beitrag dafür leisten. Jedem einzelnen und euch allen sei Dank!

 

Fluthilfe in Südindien

Dankbar bin ich all denen, die auf meinen Hilferuf reagiert haben, die Aufbauarbeiten nach der verheerenden Flut zu unterstützen, die die drei südlichen Staaten Indiens - Kerala, Karnataka und Tamil Nadu - heimgesucht hatte. Die Fransalianer in diesen drei Staaten sind aktiv eingebunden in die Hilfsprogramme und Aufbauarbeiten. In Kerala sind 20 Häuser für die Ärmsten gebaut worden, und in Karnataka wurden 14 Häuser renoviert und wieder bewohnbar gemacht. Die Hilfsaktivitäten in Tamil Nadu konnten wir finanziell unterstützen. Vikasjyothi und Amisales haben einen Zuschuss von 12.000 Euro an den Allgemeinen Hilfsfond der Fransalianer in Bangalore überwiesen. Aufrichtigen Dank allen, die dazu beigetragen haben. Gott segne euch.

 

Mit herzlichen Grüßen
Thomas Cherukat

 

Grüße aus dem Tschad und aus Kamerun

Liebe Freunde,

Schalom und gute Wünsche euch allen aus der Tschad-Kamerun-Mission der Fransalianer. Ich bin sehr froh, mit euch über den Agapebrief in Verbindung zu sein. Wir, die Fransalianer in der Tschad-Kamerun-Mission, wollen unseren ehrlichen Dank und unsere Wertschätzung aussprechen für alles, was ihr für uns seid. Eure Gebete und eure finanzielle Unterstützung bestärken uns in unserer Arbeit für die armen Menschen in den entlegenen Missionen im Tschad und in Kamerun.

Ich bin sehr froh sagen zu können, dass alle unsere Projekte und Programme gut laufen trotz häufiger Attacken von Krankheiten wie Malaria und Typhus, die in dieser Region wüten. Politische und private Streitigkeiten in bestimmten Gebieten der beiden Länder sind alarmierend und ein Grund für andauernde Sorge und Angst. (zivile?)

Im Vertrauen auf Gott und dank der Unterstützung so vieler großzügiger Menschen innerhalb und außerhalb des Landes schauen wir mit großer Hoffnung und voller Optimismus in die Zukunft. Die fünf Bildungseinrichtungen, die wir in den vergangenen Jahren gegründet haben, sind eine einzige Erfolgsgeschichte. Sie sind echte Leuchttürme der Hoffnung für viele künftige Generationen. Die beiden Internate und das weitergeführte Trinkwasserprojekt im Tschad bieten die so bitter benötigte Unterstützung. Sie sind ein Hoffnungsanker für die arme Bevölkerung in diesem Land.

Unsere Mission hat einen schweren Verlust erlitten. Einer unserer Theologiestudenten ist plötzlich verstorben. Bruder Emmanuel Cyrille aus Kamerun litt an Krebs und verschied am 26. Mai 2019. Er war erst 30 Jahre alt. Im Jahr 2021 wäre er zum Priester geweiht worden. Es war ein großer Schock für die ganze Mission. Möge seine Seele in Frieden ruhen.

Wir danken euch, unseren treuen Freunden, für eure Gebete, für alle Unterstützung und Ermutigung auf unserem missionarischen Weg. Möge Gottes Geist uns mit einem starken Band der Liebe und der Zuneigung zusammenbinden. Wir freuen uns auf eure weitere Hilfsbereitschaft und versprechen, für euch und eure Lieben zu beten.

 

Mit herzlichen Grüßen
P. Manoj Xavier Arackal